Mauretanien

Mauretanien

Nachdem wir in der Westsahara  vor dem Motel  Barbas  Pos.: N 24°41.541W 014°52.823 übernachtet haben, checkten wir nochmals unsere Reiseformalitäten und machten uns zu viert am 29.5. auf dem Weg nach Mauretanien.

An der Grenze wurden wir sehr genau kontrolliert(Auch mit Hunden)Als die Grenzsoldaten den Blutdruckmesser sahen, wurde Karl gebeten, den Blutdruck bei den Grenzpolizisten zu messen. Er machte es sehr fachmännisch, er ist ja auch Krankenschwester Gatte!  Einer der Polizisten hatte einen erhöhten Blutdruck, Karl setzte eine sorgenvolle Miene auf und verwies ihn baldigst einen Arzt aufzusuchen. Ich bestätigte seinen Ratschlag. Er hat sicher noch einen höheren Blutdruck bekommen. Die Grenzpolozisten waren alle sehr freundlich, auch wenn wir die von ihnen verlangten kleinen Geschenke wie Taschenlampen, Sonnenbrillen oder Handys nicht herausrückten.

Die Straße bis zur Grenze ist asphaltiert. Nach der Grenze fährt man auf einer Rumpelpiste 9 km durch das verminte Niemandsland. Erfolgreich durchquerten wir  das Minenfeld und kamen in der zweitgrößten Stadt Mauretaniens Nouadhibou an. Dort haben wir noch die Versicherung für das Auto abgeschlossen und Geld getauscht.

Pos.: N 20° 54.965 W 17° 02.983 h: 15 m

Irrfahrten durch den Parc National du Banc d’Arguin

Nachdem wir von Ali, den Campingplatz-Besitzer in Nouadhibou  eine nicht so sandige Piste erklärt bekommen haben, fuhren wir mit unseren Schweizern Freunden dorthin. Prompt haben wir uns in der Wüste verfahren! Statt 4 Stunden benötigten wir dazu  10 Stunden! Karl’s neues Hobby ist Sandbudeln! Mit aller Gewalt möchte er wohl die Sand-Dünen mit dem Auto erklimmen! 2 x hat er sich in den Sand eingegraben. Mit Hilfe von Maria und Robert machten wir den Igl wieder startklar. Froh waren wir, als wir an unser Ziel am Meer ankamen. Wir haben das Meer genossen.

Pos.: N 20° 07230 W 16° 14.890

Heute, am 04.06.sind wir in der Hauptstadt  Mauretaniens, Noukachott. Es gefällt uns hier sehr gut. Die Leute sind hier zurückhaltender als in Marokko, aber sehr freundlich und hilfsbereit. Wir haben vor, morgen nach Senegal einzureisen. Leider müssen wir uns von unseren ,,Schweizern“ Maria und Robert verabschieden, weil sie als Schweizer Staatsbürger kein Visum für Senegal und Gambia erhalten. Sie fahren durch Mali!!

 

West-Sahara

West-Sahara

Langsam geht es von Tan-Tan, entlang des Meeres bis nach Dakhla. Wir fahren jetzt zu viert. Durch Marc, einen jungen Deutschen haben wir ein Schweizer Ehepaar, Maria und Robert kennengelernt, die das gleiche Ziel wie wir haben. Wir hatten ursprünglich vor, so schnell wie möglich durch die West-Sahara zu fahren. Man liest und hört nicht sehr viel Positives. Wir sind aber positiv überrascht und erkunden die Küste. An die vielen Kontroll-Posten der marokkanischen Polizei haben wir uns schon fast gewöhnt.

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Marokko südliche Atlantik

Marokko südlicher Atlantik

Von Agadir sind wir langsam der Küste entlanggefahren und machten bei dem schönen Städtchen Sidi-Ifni halt. Wir konnten schönes Gemüse und Obst einkaufen und sehr guten und preiswerten Fisch essen. Pos.: N 29°23’06.4 W 10°10’23.9. Vom Wetter ist es an der Küste sehr angenehm. Rundum dieser Stadt gibt es viele Kakteen-Felder. Aus den Früchten wird Marmelade gemacht und die Blätter werden als Gemüse gegessen. Ich habe das gelesen aber leider habe ich noch keine Blätter im Verkauf zum Probieren  gesehen.

So, jetzt geht es langsam  Richtung West-Sahara(Diese Bezeichnung darf kein Marokkaner lesen, dieses Gebiet wurde 1975 von Marokko annektiert)

Marokko – Anti Atlas

In der 40.000 Einwohnerstadt Tata blieben wir einen Tag und eine Nacht.

Pos.: N29°44.847 W 007°58.422 H 696

Die Leute sind hier freundlich, offen und nicht so vom Tourismus geprägt(Man kann in Ruhe durch die Stadt spazieren).

Von Tata ging es über Bou Zarif an der Goldmine von Akka vorbei  in das Mansour-Tal  vor Tafroute. Im schönen Mansour-Tal blieben wir für eine Nacht. Es war bisher unser schönster Platz zum Schlafen. Pos.: N 29° 32.881 W 008° 52.623 H: 1257 m

Nachdem wir  die bemalten Felsen von Tafroute niederfotografiert hatten, fuhren wir auf einer engen asphaltierten Straße über Ait Baha so ca. 170 km nach Agadir. Die Landschaft hier im Anti-Atlas ist wunderschön. An diesem Tage war es sehr heiß. Es hatte bei 1700m über 30° C. Wir sehnten uns schon vor Agadir auf eine kühle Brise vom Atlantik. Aber statt der kühlen Brise kam uns ein heißer Wind entgegen! So heiß ist es in dieser Zeit hier nicht, haben wir uns von Einheimischen sagen lassen. Es geht ein kalter Strom vorbei, deswegen ist das Klima in Agadir ansonsten nicht zu heiß. Am nächsten Tag kühlte es ab und es war sogar nebelig! Im Juli und August haben wir erfahren,  ist Agadir für die Marokkaner eine beliebte Urlaubsdestination.  Durch das Erdbeben im Jahr 1960 ist die Stadt neu aufgebaut. Sie ist neben Rabat sehr westlich und sehr europäisch. Die ganze Westseite der Stadt liegt an einem wunderschönen Sandstrand mit eleganten Hotels und modernen Geschäften.  Morgen und übermorgen fahren wir weiter in Richtung Mauretanien und wir hoffen, der Engel von meiner Schwester Ridi, das Hufeisen von Karli und der Schutzengel von Renate und Hans Wilfing bringen uns auch weiterhin gut durch Afrika.

 

Marokko-Wüste

08.05.12: von Tinghier ging es nach Merzouga. Dies ist eine  kleine Wüstenoase am Rande des größten Dünengebiets Marokkos. (ca. 3000 Einwohner)Wir wollten eine Grazerin, Frau Julia Günther besuchen, die dort ein kleines, feines Gästehaus hat. Aber leider, sie war am Vortag auf den Weg nach Graz. So buchten wir bei einem sehr freundlichen Mitarbeiter von ihr eine Kameltour mit Nächtigung in der Wüste. Es war wunderschön! Den Sonnenuntergang erlebten wir auf einer hohen Sanddüne. Wir schliefen in einem Berberzelt, vorher erhielten wir ein sehr gutes Tajine.(Hendl mit Gemüse in einem Ton -Topf über Feuer gebraten)Auch machten wir eine Tour mit dem Auto rund um die Dünen und auch kurz auf den Dünen. Natürlich war Sandbudeln auch dabei. Karl bereitet dies eine große Freude! Übrigens: er ist ein außerordentlich guter Auto-Fahrer.

Am 11.05.12 machten wir uns auf den Weg noch weiter in den Süden von Touz nach Zagora. Es ist eine Offroad-Strecke und geht  in der Nähe der Algerischen Grenze entlang. Streckenweis sehr sandig. In Touz  wurden wir angehalten und man sagte uns, dass wir die Strecke mit dem schweren Auto nicht schaffen können. Aber Karl und Igl(Name v. Auto) schafften es bravourös! Wir wollten den Abend in der Wüste genießen. Feuerholz hatten wir uns in Merzouga organisiert. Wir glaubten ganz alleine zu sein. Beim Abendessen hatten wir schon  den ersten Besucher. Es dauerte keine halbe Stunde, kamen aus dem Nichts die nächsten 4, die uns um die letzten Biere erleichterten. Es waren aber sehr nette Burschen die im nahliegenden Bergwerk arbeiten. Als das Feuer zu Ende ging, waren die Burschen wieder im Nichts verschwunden und wir hatten die Wüste wieder für uns alleine.

Pos.: N 30°40.313 W 004°31.067 H 657

Morgens  ging es auf hauptsächlich auf steinige Wellblech-Pisten nach Zagora.

Pos.: N 30°19.378 W 05°49.508

Von Zagora in die nächste Oase Foum – Zguid Pos.: N 29°50.190 W 05° 45.753  benötigten wir  für  120 km auch viele Stunden. Die Strecke ist schon seit langer Zeit im Bau, wird aber nicht fertig. So ist sie zu einer Rüttelpiste geworden. Die Landschaft ist sehr karg und führt nach Süden an der Bergkette Jbel Bani entlang.

 

Marokko-Atlas

Atlas – Gebirge

05.05.12: so 107 km nach Marrakesch  verließen wir die viel befahrene Straße und überquerten den Tizi-n-Tichka Paß(2260 m)Über Teluet und Anemiter kamen wir nach Ait Benhadou.  Bei einer  sehr freundlichen Familie in Ait Benhadou etwas außerhalb der Stadt  übernachteten wir.

Pos.: N 31° 00’51.9 W 007°06’13.9 H 1258

Die  schöne Stadt  Ait Benhadou ist ein Beispiel für die traditionelle Lehmbaukultur. Es wurden zahlreiche Filme gedreht. Hier und etwas weiter in den Filmstudios in Ouarzazate wurden Sodom und Gomorra, Alexander, Gladiator, Prince of Persia um nur einige Filme zu nennen, gedreht. Eine grandiose Landschaft!

06.05.12: in Boumalne zweigten wir ab in die Dates-Schlucht.  Der Fluss windet sich wie ein grünes Band  durch die bizarre Felslandschaft. In den Oasengärten befinden sich Feigen-, Walnuss-, und Obstbäume sowie Silberpappeln. Die Passhöhe war 2529 m. Wir fuhren bis nach Msemir wo wir etwas oberhalb des Ortes nächtigten.

Pos.: N 31°41’38.6 W 005°49’07.7 H  1973 m

Immer wieder wurden wir von Kindern besucht, die betteln.  Dies ist leider hier sehr verbreitet. Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Aus Prinzip geben wir keine Süßigkeiten. Ich habe für Notfälle Buntstifte und Kugelschreiber mit. Es wäre besser gewesen, dass Reisende mit Zuckerln  verteilen, nicht angefangen hätten!

07.05.12.: Als wir in Msmir wegfuhren, bemerkten wir, dass wir einen Patschen hatten. Die Kinder gingen gerade zur Schule. Aber so ungefähr 20 blieben bei uns und schauten uns sehr interessiert zu. Ein  Bub führte mich zu einem Vulkaniseur, der  uns den Reifen wieder startklar machte.

Über eine nur für 4 x 4 Fahrzeuge angeführte Piste(Erstmalig ein richtiges Offroad-Feeling) ging es über 2600m zur nächsten Schlucht, in die Todrha-Schlucht.  Zwischendurch machte ich mein Lauftraining, welches wegen der vielen Steine sehr anstrengend war. Immer wieder kamen in der so verlassen  ausschauenden Gegend bettelnde  Berber.

Pos.: N 33° 44‘ 27,4 W 005°33`37.5

Am Ende der Todrha – Schlucht vor Tinherir nächtigten wir am  schönen Campingplatz Le Soleil.

Pos.: N 31°32’51.5 W 005°35’20.7

Marokko-Marrakesch

Marrakesch

03.05.12 Von Rabat aus fuhren wir auf der Autobahn 350 km nach Marrakesch. Kurz vor der Stadt gibt es den schönen Campingplatz Le Relais de Marrakech. Europäischer Standard!

Pos.: N 31°42,408‘ W 07°59,407‘.

04.05.12 Wir besichtigten die Stadt! Hier muss man in Marokko einfach hin. Wir begannen mit der Kutubiya-Moschee die fast gleich aussieht wie die Giralda in Sevilla und dem Hasan-Turm in Rabat. Sehr schön sind die Gräber der Saadier(Herrschergeschlecht ab Mitte des 16. Jahrhunderts).Danach ging es zum Bahia – Palast. Es ist der Palast eines Großwesirs aus dem 19. Jahrhunderts. Er lebte angeblich mit vier Frauen und 80 Konkubinen in diesem riesigen Palast. Schön ist auch die Medersa-Ben Youssef. Diese Medersa war eine der größten Koranschulen des Maghreb. Wir spazierten anschließend wieder einmal durch die Souks. Karl erklärte mir, dass es diesmal der letzte Markt war. Wir werden mal sehen!!  Danach erreichten wir den Djamaa-el Fna(Platz der Gehenkten). Dieser Platz bietet zweifellos ein großes Schauspiel. Schlangenbeschwörer, Gaukler, Tänzer, Märchenerzähler und Musikanten machen ihre Darbietungen. Wasserverkäufer bieten sich für Geld für Fotos an. Frauen bieten Henna – Tatoos für Füße und Hände an. Welch ein Spektakel! Die Garbuden sind eine Sensation. Es werden gedünstete oder gebratene Ziegen und  Hammelköpfe, kleine gekochte gestreifte Schnecken, gegrillte Fische usw. angeboten. Preiswert und erstaunlich hygienisch. Karl hat vom Schafkopf probiert. Na ja, die Begeisterung hielt sich im Grenzen. Wir haben leider vorher im Restaurant gegessen. Als wir nach Hause fuhren war es schon dunkel. Nach langen und harten Feilschen ergatterten wir ein Taxi und es wurde eine halsbrecherische Fahrt. Kamen aber trotzdem heil an.

Marokko – Rabat

Rabat

28.04.12: Wir mussten wegen dem Visum für Mauretanien und wegen der in Südspanien vom Gerät verschluckten Bankomat-Karte zur mauretanischen und zur österreichischen Botschaft.  Die Stadt ist sehr gepflegt und modern.  Ich nutzte die Zeit auch für einen Zahnarzt-Besuch weil ich mir mit der Zahnseide ein kleines Stück meines unteren Vorderzahnes herausgebrochen hatte. Es war eine Zahnärztin die in Deutschland studierte, sie arbeite mit Feingefühl und die Praxis und Geräte waren modern. 28 € bezahlte ich. Anschließend gingen  wir zum Friseur in einem Hotel. Ergebnisse siehe Bilder. Wir waren zufrieden. Am Abend verbrachten wir am einfachen Campingplatz Palmeriers am Temara Plage so 10 km außerhalb von Rabat. Natürlich besuchten wir die Sehenswürdigkeiten dieser schönen Stadt.

Pos.: N 33°55’48.0 W 006° 57’13.4 H: 20 m

Marokko – Azrou

Azrou

26.04.12: Nachdem wir einen Wasch und Putztag am schönen Campingplatz hatten,  erkundeten wir die nähere Umgebung. Wir sahen uns im Schi-Ort Mischliffen um.  Berühmt sind der Zedernwald, die Seen, Vögel und die Berberaffen.  Dieses Gebiet ist ein Nationalpark.  Die Atlas-Zeder ist eine ursprüngliche Baumart und wird aufgeforstet. Der Berberaffe ist schwanzlos  und kommt neben Algerien nur noch in Marokko vor. Es gab sie  vor der Kaltzeit auch in Europa. Als wir durch den schönen Wald fuhren, merkten wir einen  Dieselgeruch. Wir wollten ursprünglich auf der Alm übernachten. So fuhren wir aber nach Azrou zurück und  blieben auf dem Campingplatz Amazhig beim freundlichen und hilfsbereiten Hasan. Dieser besorgte und einen  Mechaniker der uns den Tank reparierte. Am 28. Hat es geregnet und es wurde im mittleren Atlas kalt.

Marokko

Mit  der Fähre ging es von Algeciras nach Ceuta. Ceuta ist noch eine spanische Enklave.  Eine lebendige schöne Stadt. Nach einem Stadtrundgang ging es an die marokkanische Grenze. Als wir zur Grenze kamen, dachten wir, dass wir bei dem Wirbel und Durcheinander nicht so schnell über die Grenze kommen. Aber irgendwie flutschten wir dann doch schnell  durch. Das Erste was wir taten, war unseren Igel volltanken. Hier kostet der Diesel ca. 70 Cent.

Wir verbrachten in Martil, das ist ein hübscher Badeort  am Mittelmeer 2 Tage. Am 18.4. ging es nach Chefchauen  am Fuße des Riffgebirges. Der Campingplatz ist oberhalb der kleinen Stadt. Über Steintreppen kamen wir in diese äußerst reizende  Stadt. Die Medina ist eine Wucht! Von außen hätten wir sie nicht gefunden, wenn nicht eine Menschenmenge aus einem kleinen Torbogen herausquoll.  Die engen blaugestrichenen Gassen  setzten uns einige Jahrhundert zurück.  Es gab Gassen mit Tischlereien, Schuhmacher, Kunstgegenständen und hauptsächlich Textilien. Karl erstand einen  beigen Djellaba und ein fesches Kapperl. Wir schlenderten durch die Stadt, setzten uns in gemütlichen Cafés und tranken grünen Tee und beobachteten die Leute. In den Cafés sind  hauptsächlich Männer!                                                Pos.: N35.17616° W 005.26713° H: 732 m.

Von Chefchauen  nach Ouezzane

Nur 60 km weiter blieben  wir in der 53.000 Einwohnerstadt  Ouezzane. Es ist ein Wahlfahrtsort mit einer schönen Medina. Wir campierten im Riff-Hotel.

N 34.77216° W 005.54444° 193 m

Ouezzane nach Fes

Wir wählten eine kleine Straße nach Fes. Nur teilweise alter Asphalt mit vielen Schlaglöchern ist vorhanden. Karl musste sehr konzentriert fahren. Aber es war wenig Autoverkehr. Hauptsächlich waren Einheimische mit ihren Esel unterwegs. Die Strecke war aber von der Landschaft sehr schön! Nördlich war es noch gebirgiger, der Weizen und Hafer war noch grün und etwas spärlich. In der Gegend vor Fes(Sais-Ebene) wurde die Landschaft hügeliger, das Getreide schon kurz vor der Ernte. Überall waren die Leute mit der Bohnenernte beschäftigt. Die Sorte von Bohnen habe ich nicht gekannt. Kurz vor Fes wird trockener.

Pos.: N 34.40209° W 005.24159° H: 158 m

Fes

Wir sind am 20.4. am Nachmittag in Fes angekommen. An einer Kreuzung begleitete uns ein Mopedfahrer der uns zum Campingplatz dirigierte. Karl war etwas argwöhnisch. Der Campingplatz war in Ordnung und der Mopedfahrer organisierte uns seinen Bruder für den nächsten Tag als Stadtführer. Am Samstag erkundeten wir mit ihm die Altstadt von Fes. Es ist die älteste und zugleich die schönste der vier marokkanischen Königstädten. Bekannt ist die Medina mit ihren lebendigen Märkten (Souks). Interessant sind die Handwerksvierteln. Wir besuchten das berühmte Gerberviertel(den Geruch hatte ich dann den ganzen Nachmittag noch in der Nase) eine Teppich-Knüpferei  und eine  Stoffweberei, so  halt das übliche Touristenprogram.

Pos.: N 33°59`55.5 N 004° 58`08.4 480 m

Am Sonntag machten wir dann selbständig eine Tour in der Innenstadt. Wir genossen den Spaziergang durch die engen Gassen. Man wird immer wieder eingeladen, die  Waren anzusehen. Nie ist es uns aber passiert, dass jemand lästig wurde. Wir nächtigten auf einem Parkplatz direkt vor der Medina im Zentrum  der Stadt. ( Bab Boujeloud) Zu bezahlen ist beim Parkwächter(50 MDH=5€).Ich fand es aufregend schön, inmitten von Fes  zu schlafen. Am Platz wurden Spiele veranstaltet, ein Märchenerzähler wurde von einer großen Menschenmenge umringt. Es  war viel los. In der Nacht war es aber sehr ruhig.

Meknes

Am nächsten Tag ging es ca. 70km weiter nach Meknes. Es ist auch eine Königsstadt mit imposanten Überresten des Königpalastes des Gründers der Stadt:  Moulay Ismail. Er war ein prunksüchtiger und grausamer Herrscher. Erhalten ist das Stadttor und die Stadtmauern.  Auch besuchten wir die Märkte. Zwischen Meknes und Volubilis campierten wir Zerhoune Belle Vue

Pos.: N 34.01435° W005.56182° H: 453m

Volubilis

Eine römische Ausgrabungsstätte in wunderschöne hügelige Umgebung. Bei einem Rundgang bekommt man   einen guten Eindruck vom Aussehen einer römischen Provinzstadt. Einige antike Bauwerke wurden rekonstruiert.

N 34.07161°   W 005.52550° H.: 367m

Irfane

Ein Schigebiet in Marokko. Interessant die Häuser. Wie im Schwarzwald!

Wir waren anschließend  2 Tage im nächsten Ort in Azrou. Hier gibt es einen wunderschönen Campingplatz der von einem Diplomaten aus dem arabischen Raum erbaut wurde. Man gibt nur eine Spende für einen wohltätigen Zweck.

N 33°26`36.5 W 005° 11`24.8 H 1428 m