Nazca

Am 24. Dezember fuhren wir von Ollantaytambo nach Nazca. Die Fahrt führte uns durch die schöne Schlucht des Rios Pachachaca. Den Heiligen Abend feierten wir mit frischen Forellen auf einem kleinen einfachen Campingplatz(Huerta). Am nächsten Tag ging es wieder weiter auf Pässen von über 4000 m und wunderschönen Hochebenen mit vielen Vikunjas uns Alpakas.
Nazca ist bekannt durch die Nazca-Kultur( etwa ab 200 v. Chr. Bis ca. 800 n. Chr.) und ihren berühmten Geoglyphen. Diese in der Wüste Linien, Flächen und Tierdarstellungen haben viele Archäologen, Mathematiker und Historiker erforscht und diskutiert. Etliche Linien sind so ausgerichtet, dass sie mit den Sonnenwenden und mit dem Lauf der Gestirne in Verbindung gebracht werden. Bekannt wurde die deutsche Mathematikerin und Geographin Maria Reiche. Sie flog mit dem ersten peruanischen Hubschrauber über die Pampa und ließ sich außerhalb der Maschine mit einer Luftbildkamera anbinden.
Wir besichtigten das Geoglyphengebiet mit einer Piper. Um das alle Passagiere die Darstellungen sehen und fotografieren können, schwenkt die Maschine stark und so mancher Passagier ist bemüht, seinen Mageninhalt zu behalten. So ist es auch Karl ergangen. Froh war er, als er wieder festen Boden unter seinen Füßen hatte. Blass und schweißgebadet stieg er aus dem Flugzeug.

Machu Picchu

In Cusco besorgten wir uns die Tickets für den Zug von Ollantaytambo bis Aguas Calientes und Eintritt für Machu Picchu. Dazu kommt noch die Busfahrt zur Inkastadt. Alles nicht gerade billig! Für 2 Personen insgesamt ca. 350 Euro. Sollte man aber gesehen haben. Schön ist es in Ollantaytambo. Auch dort kann man eine sehr schöne Festung erklimmen. Rundum gibt es nette, gute Lokale mit süffigen Pisco Sour.
Über Machu Picchu gibt es nur wenig historisch Belegbares Wissen. Gesichert ist, dass viele Mitglieder des Inka-Königshauses sich nach der Zerstörung des Inkareiches durch die Spanier in entfernte Berggegenden absetzten. Die gesamte Stadtanlage ist von terrassierten Hängen umgeben. Wir wanderten ein paar Stunden durch die Anlage und waren sehr beeindruckt, was die Menschen vor ein paar Hundert Jahren in 2500 m Höhe geschaffen haben. Es gab Landwirtschaft, Handwerksbetriebe und Tempelanlagen. Mit dem Bus ging es in Serpentinen nach Aguas Calientes und anschließend mit Zug zurück nach Ollantaytambo.

Cusco

Cusco, auf 3430 gelegen, ist eine historisch interessante und schöne Stadt. Sie war einst die Hauptstadt und das Herz des Inka-Imperiums. Im Jahre 1533 wurde die Stadt von Pizarro erobert. Imme wieder versuchten die Inka, die Stadt zurückzuerobern. Heute leben hier über 350.000 Einwohner. Immer wieder erschütterten Erdbeben die Stadt. Wir hielten uns 4 Tage etwas oberhalb der Festung Saqsaywaman auf, erreichten aber zu Fuß die historische Altstadt. Aufwärts war es etwas anstrengend, aber ein gutes Training. Hätten uns aber auch ein Taxi nehmen können. Beim Hinfahren in die Stadt ließen wir uns vom GPS zum Campingplatz leiten. Die kürzeste Strecke führte uns durch die Altstadt. Den letzten Abschnitt haben wir mit Ach und Krach erklommen. Wobei der Igl nicht das Problem war sondern das Kopfsteinpflaster, die Höhe vom Igl und die Enge der Gasse. Karl behielt die Nerven, sogar als er bei der letzten Kurve mehrmals reversieren musste um aus dieser Schlucht wieder rauszukommen. Zuallerletzt hielten freundliche Polizisten den Verkehr der Hauptstraße auf und so kamen wir wohlbehalten ans Ziel.

Puno am Titicacasee

Puno, auf 3830 m hoch gelegen, hat 125.000 Einwohner. Außer dem Plaza de Armas und einigen Seitengassen fanden wir die Stadt nicht besonders schön. Wir buchten vom Campingplatz Casa Blancha aus eine Tour zu den schwimmenden Schilfinseln der Uro und der Insel Taquile.
Uroinseln: Es werden zwar extra eingerichtete Touristeninsel gezeigt, aber es wurde uns auch viel vermittelt. Die Nachfahren der Uros zeigten uns wie der Bau dieser Schilfinseln funktioniert und wie sie leben. Natürlich wurden auch ihre schönen Handarbeiten zum Verkauf angeboten. Warum nicht? Touristisch? Wie sollte man sich sonst ein Bild von dieser Kultur machen? Selbst mit einem Boot hinfahren und versuchen in ein Haus eingeladen zu werden um zu fotografieren?
Weiter ging es zur Isla Taquile, berühmt durch die strickenden Männer und Terrassenfelder. Die Strickarbeiten sind sehr schön. Die Sitten auf Taquile sind auch heute noch sehr streng. Bis 1960 hat es noch Leibeigenschaft gegeben. Erst durch Landkauf erhielten sie ihre Selbständigkeit. Land wird an nicht Inselbewohnern nicht verkauft. Es gibt jetzt auf einem Teil dieser schönen Insel sehr viele Restaurants. Wir besuchten den weniger besuchten Teil der Insel und nahmen das Essen in einem Familienbetrieb ein. Alles aus eigenem Garten. Es schmeckte hervorragend! Wieder einmal ein schöner Tag.

Die Grabtürme von Sillustani

Auf den Weg vom Canon de Colca nach Puno besuchten wir auf der Halbinsel des Umayo-Sees diese Grabtürme. Sie stammen aus der Colla, Tiwanaku und Inka Kultur. Beim Begräbnis eines bedeutenden Mannes wurden lt. Überlieferung 20-30 Lamas verbrannt. Bei besonders hochgestellten Persönlichkeiten wurde auch die Dienerschaft samt Frauen und Kinder lebend in den Mauern begraben, damit sie im Jenseits ihrem Herrn weiter dienen konnten. Gruselig! Die meisten Chullpas bestehen aus Basalt und Trachytsteinen.

Canon del Colca

Rund 150 km nördlich von der schönen Stadt Arequipa befindet sich der Canon del Colca. Die Schlucht ist gewaltiger als der Grand Canyon in den USA. Die Hänge des Canyons sind von riesigen Terrassenanlagen überzogen. Wir sind immer wieder erstaunt, was in diesen Höhen noch gedeihen kann. Es wird Mais, Kartoffel, Bohnen in über 3800 m angebaut! Aber die größte Attraktion für uns waren die die Anden-Kondore und die Riesenkolibris. Die Kondore erheben sich nach etwa 8 Uhr morgens von der Tiefe durch die Aufwind-Thermik zur Nahrungssuche. Ein schönes Erlebnis, diese eleganten Tiere zu beobachten.

Arequiba(Peru)

Arequiba(Peru)
Seit dem 6.12.17 sind wir in Peru. Zwei Tage hielten wir uns in der weißen Stadt Arequiba auf. Weiß wegen der historischen Gebäude aus Sillargestein(Vulkangestein des Chachani).Weiß auch deswegen, weil früher nur weiße Einwohner gelebt haben. Das ,,Farbige“Personal musste in Außenbezirken leben. Im historischen Zentrum wurden jetzt die Autos verbannt. Der Höhepunkt war der Besuch des Santa Catalania Klosters ,,Eine Stadt in der Stadt“.
Freude kam auf, als wir am Campingplatz Ute und Jens getroffen haben, die wir in La Paz kennenlernten. Wir verbrachten einen schönen gemütlichen Tag in dieser schönen Stadt und ließen es uns gutgehen.

Arica und N.P.Lauca(Chile)

Bevor wir Chile verließen, machten wir noch einen Abstecher zum N.P. Lauca an der Grenze zu Bolivien. Die Hauptroute ist asphaltiert, viele LKWs sind unterwegs und derzeit befindet sich noch eine große Baustelle. So erkundeten wir diese schöne Gegend mit den höchsten Vulkanseen der Welt auf Pisten. Vulkane, olivfarbene Hochmoore, Flussläufe mit weißen Rahmen durch den hohen Salzgehalt und immer wieder heiße Quellen die zu einem Bad über 4400 m einladen, machen diesen Park unvergesslich.