La Paz

La Paz ist nach Santa Cruz die zweitgrößte Stadt Boliviens(Einwohner über 1 Mio.)und ist Regierungssitz. Die Hautstadt Boliviens ist Sucre. Die mittlere Höhe La Paz ist 3600 m, tiefster Punkt 3100, höchster 4200 m. Hinter der Stadt ragt der Illimani mit 6439 m mit seinen drei Gipfel auf. Als schön möchte ich die Stadt nicht bezeichnen, aber interessant. Es gibt koloniale Bauten, aber man lässt viele verfallen. Viele moderne Bauten wechseln sich mit einfachen Häusern ab und wachsen immer weiter den Hügeln hinauf.
Seit 2014 besitzt La Paz die Teleferico, ein Seilbahnsystem der österr. Firma Doppelmayr. So werden die chronisch verstopften Straßen entlastet. Das Seilbahnnetz, verbindet die verschiedenen Stadtteile miteinander. Für uns Touristen ist es ein einmaliges Erlebnis, eine Großstadt von oben zu erleben. Man entgeht den Gestank der Auspuffgase und das beschwerliche Treppensteigen bei dünner Luft. Gerd, ein Deutscher, der seit 35 Jahren hier lebt, führte uns kompetent durch die Stadt und konnte uns viel über Stadt, Land und Leute erzählen.
In den nächsten Tagen werden wir in das bolivianische Tiefland fahren und eventuell eine Dschungeltour machen.

Grenze Brasilien bis La Paz

Vom nördlichen Panatanal reisten wir am 9.10. über den kleinen Grenzübergang San Matias in Bolivien ein. Anfangs ähnelte die Landschaft stark der des Pantanals. Dieser Landesteil heißt Chicuitania. Benannt nach den indigenen Einwohnern, die von den Jesuiten missioniert wurden. Es ist eine trockene heiße Gegend mit viel Weideland. Berühmt sind die Jesuitenreduktionen = Orte des Glaubens wo die Qhiquito bzw. Guarani an Bildung und handwerklichen Tätigkeiten gelehrt wurden. Ihre traditionelle Lebensweise aber, wurde respektiert. Leider befahl im Jahre 1767 Kaiser Karl der 3. die Auflösung dieses heiligen Experimentes. Wir besuchten viele diese wie auf Perlenschnürren aufgereihten zum Teil neu restaurierten Kirchen. Schön in Erinnerung wird uns Santa Ana bleiben, wo wir eine exzellente Führung von einem einheimischen Pater erhielten mit anschließendem Orgelkonzert auf einer über 400 Jahren alter Orgel. Bei der Rückfahrt überraschte uns auf einer Nebenpiste ein starker Regen. Somit wurde die gemütliche Fahrt zu einer Schlammschlacht.In San Ignacio de Valasco setzten wir uns an einem Tisch mit drei Frauen. Es stellte sich heraus, dass zwei hier leben. Außerdem führt das Lokal wo wir uns kennenlernten eine Frau aus Sankt Radegund, die seit 40 Jahren hier lebt. Martina, eine Schweizerin, lud uns auf ihrer Estancia(2000 ha) in der Nähe ein, was wir auch gerne annahmen. Wir verbrachten eine schöne Zeit, machten eine gemeinsame Wanderung und erfuhren viel von der Landwirtschaft und Bolivien. Bis jetzt war es sehr heiß, oft hatten wir 40 °Celsius. Das hat sich jetzt geändert. Wir befinden uns in La Paz auf nahezu 4000 Höhenmetern. Ich koche gerade einen Coca-Tee, der uns hoffentlich die Höhenkrankheit vom Leib hält. Bei der Hinfahrt ging es allzu rasch auf über 4500m. Ich wollte nicht mehr weiterfahren, so nächtigten wir auf einer Höhe von 4000m. So machte ich Bekanntschaft mit der Sorocho, der Höhenkrankheit. Schlaflosigkeit, hoher Puls, Kopfschmerzen und Übelkeit plagten mich. Auf 3700 war schon eine Verbesserung und wir besorgten uns Tabletten und Tee und ich fühlte mich sofort besser. In La Paz stehen wir jetzt auf 3330 im Hotel Oberland.

PANTANAL

Von der Hauptstadt Brasiliens ,, Brasilia „legten wir bis Cuiabá, der Hauptstadt des Bundesstaates Mato Grosso über 1000 km zurück. Öfters nächtigten wir an kleineren ruhigeren Tankstellen, die sehr gut ausgestattet sind. Mato Grosso heißt übersetzt: Dichter Wald. Aber jetzt gibt es extensive Landwirtschaft. Soja, Baumwolle und andere riesige Getreidefelder beherrschen die hügelige staubige Landschaft. Die ursprüngliche Landschaft sieht man noch in den Reservaten der indigenen Kulturen. Die Stadt Pocone ist der Ausgangspunkt für die Touren ins Pantanal. Man überquert 125 Holzbrücken auf einer aufgeschütteten Schotterpiste, genannt Transpantaneira. Sie endet in Porto Jofre, wo man Bootstouren unternehmen kann. Das Pantanal im Herzen Südamerikas, ist das größte Feuchtgebiet der Erde. Ein Teil gehört zu Bolivien und Paraguay. Es ist kein Sumpf, sondern ein Überschwemmungsgebiet von rund 210 000 km². Schon am Anfang dieses Naturparadieses wimmelt es nur so von Kaimanen. Es gibt unwahrscheinlich viele Vogelarten. Tukane, Reiher, Löffler, verschiede Störche, einschließlich des größten Storchs, den Jabiru. In der Nacht ließ sich seelenruhig ein Tapir die Früchte neben unserem Auto schmecken. Der Höhepunkt im Pantanal war die Bootstour an entlegenen Nebenflüssen. Wasserbüffel, verspielte herzige Riesenotter, Wasserschweine und vor allen der Jaguar werden für uns unvergesslich bleiben.