Von Argentinien nach Bolivien und Paraguay

Von Argentinien nach Bolivien und Paraguay

Von der hochgelegenen Stadt Humahuaca fuhren wir zum bolivischen Grenzübergang Jacuiba. Schon im argentinischen San Salvador de Jujuy kamen wir auf eine Seehöhe von 465m. Die Landschaft wurde üppiger, riesige Mais und Zuckerrohrfelder säumten die Straße. Die bolivianische Grenzstadt Jacuiba hat uns an afrikanische Städte erinnert. Ein Ramschladen nach dem anderen. Im südöstlichen Bolivien, dem boliv. Chaco, machten wir auf der Straße Bekanntschaft mit Mennoniten, die teilweise noch wie im vorigen Jhd. Leben. Sie fuhren tatsächlich noch ein Pferdefuhrwerk mit Eisenrädern. Ebenso war auch ihre Kleidung. Ich getraute mich natürlich nicht, sie zu fotografieren. In der paraguayischen Chako hielten wir uns in einer mennonitischen Hochburg auf. Diese Gruppe hat sich an die heutige Zeit angepasst. Die Mennoniten sind Mitglieder einer protestantischen Wiedertäufergemeinde. Sie haben eigene Banken, Schulen und Krankenhäuser. Sie sind gut ausgebildet und sprechen neben Deutsch, Englisch, Spanisch auch Guarani(Sprache der Ureinwohner). Obwohl sie eine kleine Bevölkerungsgruppe sind, erzeugen sie die Milchprodukte für einen überwiegenden Teil des Landes und exportieren auch in die umliegenden Länder.

Schnurgerade durch Paraguay geht die Ruta 9(Chaka Highway). Sie führt südostwärts in die Hauptstadt Asuncion. Diese Hautroute hat von Schlaglöchern, Lehmpisten und feinsten Asphalt(ab Pozo Cholorado) alles zu bieten.

Salta und der andine Nordwesten

 

Sehr hoch und trocken liegt der Nordwesten Argentiniens am Rand der mächtigen Anden.

Alte koloniale Städte, alte Kulturen, bizarre Felsformationen, Indigene Kulturen, Lamas und Vicunas prägen diesen Teil des Landes.

Da wir langsam unterwegs sind, haben wir uns gut an die Höhenlagen anpassen können. Wir hatten nur einmal leichte Kopfschmerzen weil wir zu den Steaks einen Rotwein getrunken hatten. Also: ab 3500 m gibt es keinen Alkohol mehr! Das Fleisch ist übrigens in ganz Argentinien ausgezeichnet.

Die regionale Küche schmeckt mir auch sehr gut. Probiert haben wir: Lama, Locro: Eintopf aus Mais, Bohnen, Kürbis und Speck, sowie Humitas: ein Maisgericht. Berühmt und gut sind die Empanadas. Entweder in Öl gebraten oder aus dem Lehmoffen gebacken mit verschiedenen Füllungen. Auch Quinoagerichte gibt es.

Die meiste Zeit koche ich aber selbst weil wir sehr gerne irgendwo in der Pampa nächtigen.

In Salta waren wir vom Museum de Arqueologia De Alta Montana(MAAM), eine Ausstellung der Inkakultur beeindruckt. Ein Schwerpunkt sind die rituellen Kinderopfer. Im Mittelpunkt sind die mumifizierten Körper der drei Kinder. Gefunden wurden sie 1999 am Gipfel des LLullaillaco.

Zum Fest(Bilder), wo die Gauchos die Kühe mit dem Lasso eingefangen haben, kamen wir zufällig, weil wir in der Nähe geschlafen haben. Obwohl wir Fremde waren, wurden wir zum Asado(Grillen)eingeladen. Das Kauen von Kokablättern ist in dieser Region erlaubt. Wir haben es aber nicht ausprobiert. Wäre aber ein gutes Mittel gegen Höhenkrankheit.

Morgen reisen wir über Bolivien nach Paraguay.

Aconcagua/Santiago de Chile/Valparaiso

Über den wildromantischen Parque Acongagua ging es wieder einmal nach Chile. Bei schönem Wetter machten wir eine kleine Bergtour am Fuße des Acongagua(knapp unter 7000m)

Die 8 Mill. Einwohnerstadt Santiago de Chile ist durchaus sehenswert. Sehr sauber und historisch auch interessant. Wir hatten den Eindruck, dass die Einwohner der Stadt sehr gelassen sind. Hoch her geht es abends im Ausgehviertel Barrio Bellavista.

Wenn man die Küstenkordillere durchquert, kommt man in das ,,paradiesische Tal „Valparaiso. Weiß nicht, warum die Stadt so heißt. Auf 45 Hügeln drängen sich Häuseransammlungen zum Meer. Teilweise bunt bemalt, teils neu renoviert macht sich eine Klettertour auf den vielen Stufen bezahlt. Man kann auch die Aufzüge und Seilbahnen benützen.

Mendoza

Unwahrscheinlich, was der Mensch aus einer wüstenähnlichen Landschaft schaffen kann!

Jesuiten pflanzten vor mehr als 500 Jahren die ersten Reben. Qualitätsverbesserungen brachten europäische Einwanderer, die die,, Criolla“ Rebe der Jesuiten durch Rebsorten wie Merlot, Cabernet Sauvergnon, Malbec und Syrah ersetzten.

Die Schlüsselrolle spielt das kontrollierte Bewässern. Die Winzer in der ursprünglichen wüstenhaften Gegend von Mendoza brauchen selten einen heftigen Regen vor der Ernte befürchten. Tagsüber die heißen Temperaturen und nachts die kühle Temperatur der Anden lassen den Wein gut gedeihen.

Wir besuchten das schön Weinanbaugebiet Valle de Uco, und natürlich die Satellitenstädte Lujan de Cuyo und Maipu die mit Mendoza schon zusammengewachsen sind. Natürlich kauften wir ein paar Flascherl.

In Mendoza musste ich mir neue Laufschuhe kaufen. Ich stellte sie abends nach dem Laufen am Autoreifen ab und vergaß die Schuhe wegzuräumen. Morgens war ein Schuh weg! Der Übeltäter war einer von den zahlreichen streunenden Hunden.