Gletscher Perito Moreno

Gletscher Perito Moreno

Der Gletscher Perito Moreno ist 30 km lang, 5 km breit und bis zu 70 m hoch. Vor allem ist er leicht zugänglich. Außergewöhnlich ist die Tatsache, dass er immer noch wächst. Täglich schiebt er sich um 2 m vorwärts und kalbt riesige Eisbrocken. Solch ein Spektakel konnten wir erleben!

Man hört es knallen und donnern, haushohe Eisberge brechen mit Getöse von seiner Gletscherzunge ab. Dieses Erlebnis werden wir niemals vergessen!

NP Torres Paine

Torres del Paine

Wir sind jetzt ca. 800km von Ushuaia weg in Calafate. In Rio Grande machten wir einen Zwischenstopp da unser Igl neue Stoßdämpfer erhielt. Im NP Torres del Paine(Chile) verbrachten wir 3 schöne Tage mit Wandern. Der extreme Wind(90 km/h) und der schnelle Witterungswechsel machte uns zu schaffen. Der Wind blies so stark, dass ich mich einmal hinlegen musste um nicht als ,,Drache“ins Tal zu fliegen. Als wir das erste Mal die intensiv blau schimmernden Eisberge im Lago Gray sahen, glaubten wir kurz, der Verpackungskünstler Christo hat hier gewirkt. Unfassbar schön! Es gibt grün und blau schimmernde Seen, Wasserfälle, Herden von Guanakos, Nandus, verschiedene Wasservögel, sogar Papageien sahen wir. Jede Höhenlage weist ein besonderes Pflanzenkleid auf: Verschiedene Südbuchenarten, Strauchgewächse wie zum Beispiel die Berberitze, den Calafate, verschiedene Moosarten, Orchideen und Veilchen. Jetzt, in der Südamerikanischen Hauptferienzeit ist der Andrang in diesen Paradiesen sehr groß. Heute fahren wir weiter zum Gletscher Perito-Moreno, wo wir hoffentlich einen Gletscher kalben (abbrechen riesiger Eisblöcke) sehen.

Ushuaia

Ushuaia

Ushuaia ist die südlichste Stadt der Welt. Sie liegt im Feuerland(Tierra de Fuego) am Beagle-Kanal . Feuerland ist eine große Insel die zwischen Chile und Argentinien aufgeteilt ist. Der Name kommt von Seefahrern die die vielen Feuerstellen der Jaghan-Indianer sahen. Die nördliche Hälfte der Isla Grande ähnelt die der patagonischen Steppe, die südliche Hälfte ist bergig, von Wäldern, Seen und Gletschern durchzogen. Hier ist auch der Wind nicht mehr so vorherrschend. Die vielen Gewässer bieten der Vogelwelt einen hervorragenden Lebensraum. Wir verbrachten den Heiligen Abend vor der chilenischen Grenze bei San Sebastian in ein nettes Lokal mit Peter und Maya aus der Schweiz. Silvester verbrachten wir im Parque National Tierra de Fuego bei Ushuaia. Tagsüber machten wir eine anstrengende lange Wandertour. Unser gewohntes Neujahrsgulaschessen wurde wegen Bärenhunger vorverlegt. Vom Essen und Wandern müde, lagen wir schon um 22 Uhr im Bett und verschliefen den Jahreswechsel.

Seit San Julian haben wir unsere kurzen Hosen abgelegt, gehen in Wanderschuhen, langen Hosen und Anoraks durch die Gegend. Es ist zwar Sommer hier, aber die Antarktisnähe ist spürbar. Manchmal hat man alle Jahreszeiten an einem Tag. Aber die Eindrücke dieser reizvollen Landschaft und Tierwelt ist einfach unvergesslich. Jetzt geht es langsam weiter nach Punta Arenas(Chile)