Istanbul

Auf den Weg nach Istanbul entschlossen wir uns noch an die Westküste der Türkei zu fahren. Der Tourismus ist dort nicht so ausgeprägt wie teilweise an der Südküste. In der sanft hügeligen Landschaft befinden sich riesige Anbauflächen von Wein(Weintrauben und Rosinen) und Oliven. Hat uns gut gefallen.

Für ein paar Tage fuhren wir noch an das Schwarze Meer. Dort überraschte uns leider ein kühles, nebeliges Wetter das uns bis nach Istanbul folgte.

Nichts desto trotz genossen wir diese an prächtigen Gebäuden strotzende 14 Millionenstadt. Das Fahren in Istanbul haben wir uns schlimmer vorgestellt. Gottseidank haben wir das Geburtstagessen von Karl  einen Tag vorverlegt und im fünften Stock über den Bosporus genossen. Am nächsten Tag verbrachten wir den ganzen Tag in einer Werkstatt weil die Lichtmaschine defekt war und die Gasgebung und Kurbelwelle nicht richtig arbeiteten. Heute teilte man uns mit, dass morgen(26.2.) unser Igl startklar ist. Es ist zwar nicht alles repariert weil ein Teil nicht vorhanden war, aber wir sollten nach Hause kommen. Haltet uns die Daumen!

Pamukkale

Heute marschierten wir barfüßig über die spektakulären Kalksinterterrassen in Pamukkale (heißt Baumwollschloss im türkischen). Durch die Ablagerung des Thermalwassers entstanden terrassenförmige Kalksteinbassins. Schon die Römer, die hier im 2. Jh. n. Chr. die Stadt Hierapolis bauen ließen, nutzten die heilende Wirkung des kalziumbikarbonathaltigen  Wassers.  Ich hatte Karl zwar versprochen,  ihn keinen Steinhaufen mehr zu zeigen, aber oben angekommen machten wir eine lange Entdeckungstour durch die Ruinenstadt Hierapolis. Es war interessant und Karl war auch begeistert. Morgen geht es in Richtung Istanbul weiter.

 

Von Mersin nach Fethiye

Den Frühling genossen wir an schönen Stränden des Mittelmeeres von Mersin bis Fethiye. Es gibt dort so viel zu entdecken. Es sind ganz andere Eindrücke als unsere Club-Urlaube hier vor einigen Jahren.

In der Nähe von Silifke: das Göksu Delta, ein Naturparadies, Brutstätte der Meeresschildkröte. In der Nähe von Kas: die Sanddünen bei Patara und zusätzlich die Ruinen der lykischen Hafenstadt Patara. Der Strand bei Öludeniz, eine azurblaue Lagune mit weißem Sandstrand. Mit einem Boot kann man in das Schmetterlingstal fahren. Leider waren wir von der Zeit noch etwas zu früh.

In den vielen Gewächshäusern  werden überall an der Küste Tomaten, Gurken, Melanzani und anderes Gemüse gezogen. Rund um Anamur wachsen in riesigen Gewächshäusern Bananen.

 

Türkei

Seit dem 22.01.14 sind wir in der Türkei. Wir flogen von Alexandria nach Antakya, bekannt durch die Petrus Grotte, wo Petrus die erste Christengemeinde gegründet hat. Unser Auto, der Igl, kam mit der Fähre von Damieta nach Iskenderum nach.

Südlich von Iskenderum, in Karacay, blieben wir über eine Woche. Es ist der südlichste Teil der Türkei. Das Klima ist sehr mild, die Mohnblumen blühen gerade und die Orangenernte geht gerade dem Ende zu. Im Hintergrund sahen wir den Schnee von den Bergen herunter leuchten. Nach Afrika fürchteten wir uns vor der Kälte. Die hatte uns jetzt im schönen Kappadokien in Anatolien erwischt!  Minus 5 Grad in der Nacht. Tagsüber nur bis 6 °Plus. Aber die atemberaubende Schönheit dieser Landschaft ließ uns das vergessen. Eine Märchenlandschaft! Regen, Wind und Flussläufe haben im Laufe von Millionen von Jahren  ein bizarres Gebilde aus Tuff, einer kittartigen Vulkanasche hinterlassen. Hinter den aschgrauen Fassaden verbergen sich kleine Kirchen, die den Urchristen als Verstecke dienten.

Nach Kappadokien genießen wir wieder das milde Klima an der Küste des Mittelmeeres. Die Türkei hat sehr viel zu bieten: Kultur, verschiedenste Landschaften, gutes Essen und Gastfreundschaft. Wir sind überrascht, dass  die Bevölkerung der Türkei fortschrittlicher ist, als so manche unsere türkischen Mitbewohner in  Österreich die an ihren alten Traditionen und Ehrencodexen festhalten. Wir sind bis jetzt Tausend Kilometer im Land unterwegs und empfinden das Land als aufstrebendes Land.