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Okt 30th, 2013 Comments: 0

Besuch bei den Massai(Tansania)

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Die Massai sind ursprünglich ein nomadisch lebendes Hirtenvolk. 1550 wanderten sie entlang des Nils aus Sudan und Ägypten nach Kenia und Tansania. Als die Briten das damalige Tanganyka besetzten, verloren sie durch Jagdreviere und Nationalparks an Land und wurden teilweise in Reservate vertrieben.

Überall in Tansania und Kenia sieht man traditionell  gekleidete Massai. Besonders am Land halten sie immer noch streng an ihrer Tradition fest. Da wir oft eine Hemmung haben, Menschen zu fotografieren und in fremde Häuser zu gehen, besuchten wir das Schaudorf Olpopongi. Es ist zwar für den Besucher nachgebaut, wird aber von den umliegenden Dorfbewohnern betrieben. Ursprünglich wollten wir nur einige Stunden bleiben, blieben aber zwei Tage weil wir uns dort sehr wohlfühlten und viel Spaß hatten. Nach dem getanzten Begrüßungsritual wurde uns viel über ihre Tradition und Leben erzählt. Bei der angeblich 96 jährigen ,,Oma“ erfuhren wir bei der Teezeremonie über ihre Erlebnisse am heiligen Berg(Ol Doinjo Lengai), ihrer Tätigkeit als Herbal Doktor und Geburtshelferin. Freddy, ein Senior Krieger übersetzte in Englisch. Nur in Kürze was wir von ihn erzählt bekamen:

Jeder Massai gehört ab der Geburt zu einer bestimmten Altersklasse an, die sein soziales Leben, den Status und die Aufgaben bestimmt. Im Alter von 15 – 18 Jahren werden die jungen Männer des Stammes beschnitten und damit zu Kriegern(Moran). Leider erfuhren wir, werden noch heute Massai Mädchen am Land vor ihrer Pubertät im Alter von 15 – 18 Jahren, von älteren Frauen beschnitten. Danach stehen sie zur Heirat zur Verfügung. Ein vermögender Mann darf viele Frauen haben. Viele Massai sind Christen, glauben dennoch an mehrere Götter.

Neben der traditionsreichen Tierzucht verdienen sich die Männer heutzutage ihr Einkommen auch als Nachtwächter oder Sicherheitspersonal (Askari), Türsteher oder als Verkäufer für typische Massai Produkte.

Das Leben der Frau unterscheidet sich grundlegend von dem der Männer. Die jungen Mädchen helfen den Müttern und Großmüttern bei allen Aufgaben. Alle Frauen sammeln gemeinsam Feuerholz, tragen über kilometerweite Strecken  das Wasser auf den Köpfen herbei und  bauen die Grundnahrungsmittel an. Auch der Bau der Hütten ist die Arbeit der Frauen. In der heutigen Zeit fertigen sie Perlenschmuck für den Verkauf an.

Man kann sagen, dass die Massai-Frauen wie fast überall in Afrika ein weitaus härteres Arbeitsleben haben als die Männer. Männer sind in Afrika, seit sie nicht mehr jagen, ja bekanntlich fürs Palavern zuständig.

                                                                                                                                                        

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