Kenia Amboseli Nationalpark

Seit dem 23.10.13. sind wir in Kenia. Wir fuhren nördlich rund um den Kilimanjaro über die Grenze, vorbei an Maisfelder, teilweise Regenwald, Bananen und Kaffeplantagen. Der Kilimanjaro versteckte sich ständig unter einer dichten Wolkendecke.

Nach dem Grenzübertritt nach Kenia besuchten wir den Amboseli Nationalpark. Von hier sieht man den höchsten Berg Afrikas (5895m) Mt. Kilimanjaro mit seiner leider immer kleiner werdenden weißen Kappe besser als von der tansanischen Seite.

Feuchtgebiete, offene Ebenen, Waldzonen und dornig bewachsenen Lavazungen bilden eine reizvolle Landschaft mit sehr reicher Tierwelt. Auf unserer Safari sahen wir riesige Herden von Elefanten, Zebras, Gnus, Büffel und mit Glück auch Löwen und Hyänen.

Zurzeit sind wir in Nairobi und bereiten uns für die Weiterreise, die in paar Tagen beginnen wird vor.

Das nächste Abenteurer beginnt mit der Route Nairobi: Mont Kenia-Isiolo-Marsabit nach Äthiopien.

Besuch bei den Massai(Tansania)

Die Massai sind ursprünglich ein nomadisch lebendes Hirtenvolk. 1550 wanderten sie entlang des Nils aus Sudan und Ägypten nach Kenia und Tansania. Als die Briten das damalige Tanganyka besetzten, verloren sie durch Jagdreviere und Nationalparks an Land und wurden teilweise in Reservate vertrieben.

Überall in Tansania und Kenia sieht man traditionell  gekleidete Massai. Besonders am Land halten sie immer noch streng an ihrer Tradition fest. Da wir oft eine Hemmung haben, Menschen zu fotografieren und in fremde Häuser zu gehen, besuchten wir das Schaudorf Olpopongi. Es ist zwar für den Besucher nachgebaut, wird aber von den umliegenden Dorfbewohnern betrieben. Ursprünglich wollten wir nur einige Stunden bleiben, blieben aber zwei Tage weil wir uns dort sehr wohlfühlten und viel Spaß hatten. Nach dem getanzten Begrüßungsritual wurde uns viel über ihre Tradition und Leben erzählt. Bei der angeblich 96 jährigen ,,Oma“ erfuhren wir bei der Teezeremonie über ihre Erlebnisse am heiligen Berg(Ol Doinjo Lengai), ihrer Tätigkeit als Herbal Doktor und Geburtshelferin. Freddy, ein Senior Krieger übersetzte in Englisch. Nur in Kürze was wir von ihn erzählt bekamen:

Jeder Massai gehört ab der Geburt zu einer bestimmten Altersklasse an, die sein soziales Leben, den Status und die Aufgaben bestimmt. Im Alter von 15 – 18 Jahren werden die jungen Männer des Stammes beschnitten und damit zu Kriegern(Moran). Leider erfuhren wir, werden noch heute Massai Mädchen am Land vor ihrer Pubertät im Alter von 15 – 18 Jahren, von älteren Frauen beschnitten. Danach stehen sie zur Heirat zur Verfügung. Ein vermögender Mann darf viele Frauen haben. Viele Massai sind Christen, glauben dennoch an mehrere Götter.

Neben der traditionsreichen Tierzucht verdienen sich die Männer heutzutage ihr Einkommen auch als Nachtwächter oder Sicherheitspersonal (Askari), Türsteher oder als Verkäufer für typische Massai Produkte.

Das Leben der Frau unterscheidet sich grundlegend von dem der Männer. Die jungen Mädchen helfen den Müttern und Großmüttern bei allen Aufgaben. Alle Frauen sammeln gemeinsam Feuerholz, tragen über kilometerweite Strecken  das Wasser auf den Köpfen herbei und  bauen die Grundnahrungsmittel an. Auch der Bau der Hütten ist die Arbeit der Frauen. In der heutigen Zeit fertigen sie Perlenschmuck für den Verkauf an.

Man kann sagen, dass die Massai-Frauen wie fast überall in Afrika ein weitaus härteres Arbeitsleben haben als die Männer. Männer sind in Afrika, seit sie nicht mehr jagen, ja bekanntlich fürs Palavern zuständig.

                                                                                                                                                        

Usambara Berge

Das gemäßigte Klima und die frühere Abgeschiedenheit der Bergwelt haben dazu beigetragen, dass die Usambara Berge wegen ihrer enormen Pflanzenreichtums zu einem botanisch interessanten Gebiet weltweit zählen. Hier stammt das als Zimmerpflanze beliebte violette Usambara-Veilchen. Hier ist es so fruchtbar, dass bis zu dreimal pro Jahr Gemüse geerntet werden kann. Zurzeit beginnt schön langsam der Sommer(November – April). Von Juli bis September kann es sehr kalt sein.

Von Mombo aus fuhren wir morgens noch bei Regen die schöne Straße bis auf  die 1500 m gelegene Irente Farm. Ursprünglich gegründet von der Ostafrikanischen Plantagengesellschaft, jetzt im Besitz der lutherianischen Mission. Angeschlossen der Gaststätte und Lodge ist ein Waisenhaus, Blindenschule und eine Schule für mental Behinderten.

Wir genossen ein gutes Frühstück  mit den auf der Farm hergestellten Produkten wie Schwarzbrot, Kräutertopfen, Tilsiter und  Marmeladen. Gut gestärkt machten wir eine Wanderung.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter zur Swiss-Farm Cottage. Die Farm liegt auf 1800 m und man fühlt sich wie auf einer österreichischen Alm mit Palmen.

P.s Die ersten Bilder sind noch von Dar-es-Salaam.

Dar-es-Salaam und Sansibar

Dar-es Salaam wurde im Jahr 1862 vom Sultan von Sansibar gegründet. Seine günstige Hafenanlage erkannten die deutschen Kolonialherren und verlegten 1891 ihre Verwaltung von Bagamoyo hierher. Die große, viel tiefere Bucht eignete sich besser für die schweren  Dampfschiffe mit viel Tiefgang. Menschen vieler Kulturen, aus Indien, Pakistan, aus arabischen und europäischen Ländern machen das bunte Gesicht der Millionenstadt aus. Da wir nicht zu den begeisterten Städte-Touristen gehören, (vor allem in Afrika) durchquerten wir recht schnell(Karl fluchend über die Autofahrer) die Stadt um zur Fähre zu kommen, die zum Südstrand übersetzt. Im Süden der Stadt befinden sich die schönen Strände. An einem Campingplatz ließen wir unseren Igl für 2 Tage stehen und besuchten die Insel Sansibar(Uguja)

Sansibar liegt 37 km vor dem Festland und ist etwa 86 km lang und bis zu 40 km breit. An der Westküste liegt die Hauptstadt Sansibar Town mit dem historischen Herzstück, Stone Town. Vor über 300 Jahren begannen Araber aus Korallenstein Häuser zu bauen, eine für Afrika untypische Bauart. Die meisten Gebäude entstanden im 19. Jhd, und heutzutage sind leider nur wenige Gebäude im guten Zustand. In den engen Gassen der Stadt pulsiert das Leben. Über Gewürzen bis hin zu Stoffen wird hier alles feilgeboten. Man kommt nur zu Fuß voran. An der Meeresfront liegen prachtvolle Gebäude wie das Palace Museum, der der Sultansfamilie bis 1964 als Zweitwohnung diente. Wir erkundigten ausgiebig zu Fuß diese interessante Stadt.

Am nächsten Tag besuchten wir eine Gewürzfarm. Es wurde der Anbau und die Ernte  verschiedener inseltypischer Gewürze und Früchte erklärt, z.B. Nelken, Zimt, Vanille, Muskatnuss, Kardamon, Pfeffer und Zitronengras, genauso Kaffee, Kakao und Jackfruit. War sehr, sehr interessant!

Sind jetzt noch  weiter in den Süden an einem traumhaft schönen Strand gefahren und werden in den nächsten Tagen nach Norden Richtung Moshi fahren.

Ruaha Nationalpark

Er  ist der zweitgrößte Nationalpark Tansanias. Eine traumhafte schöne Landschaft mit vielen Tieren. Wir sahen riesige Herden von Kaffernbüffel, Elefanten, Giraffen, viele Löwen, Kudus, Impalas und Wasserböcke. Entlang des Ruaha Flusses tummeln sich viele Flusspferde und Krokodile. Über 500 Vogelarten hat der Park zu bieten.

Tansania Süden

Tansania Süden

Seit dem 25.09.13 sind wir in Tansania.

Steckbrief Tansania: Fläche: 945 087 km² Hauptstadt: Dodoma(inoffiziell: Dar-es-Salaam)

Amtssprache: Kiswahili

Einw.: ca. 44 Mio

Lebenserwartung: 52 Jahre

Analphabeten rate: 30%

Abgesehen von der Küstenregion am indischen Ozean liegt der größte Teil des Staatsgebietes auf einem 1000 – 15000 m hohen Plateau. Seit 1964 schlossen sich Sansibar und Tanganjika zur Vereinigten Republik Tansania zusammen. Um die Jahrhundertwende war das Land Deutsch- Ostafrika. Nach dem ersten Weltkrieg unter britischer Verwaltung.

Kaffee, Tee, Baumwolle, Sisal, Obst, Gewürznelken und Tabak gehören zu den Hauptexportgütern. Außerdem verfügt Tansania über große Kapazitäten an Bodenschätzen z. b. Erdgas, Kohle, Diamanten, Tansanite und vieles andere. Tansania zählt zu den zehn schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Afrikas. Trotzdem gehört es immer noch zu den ärmsten Ländern der Welt mit einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von im Schnitt 500 US$. Also rund ein Drittel   der Bevölkerung Tansania lebt unter der Armutsgrenze! Typisch Afrika!

Wir fuhren von Malawi kommend zunächst nach Mbeya, eine Stadt 1700 m hoch gelegen und zunehmend bekannt für den Anbau von Arabica Kaffee. Unser nächstes Ziel war der Ruaha Nationalpark. Er ist der zweitgrößte Nationalpark Tansanias. Traumhafte schöne Landschaft mit vielen Tieren. Gerne hätten wir eine längere Zeit dort verbracht, aber die Gebühren für das eigene Fahrzeug mit über 3 Tonnen ist bei 200 US$ für 1 Tag doch sehr hoch. (Zusätzlich zu den Eintrittspreisen von $30.- pro Person)

Entlang des TANZAM- Highway geht es jetzt langsam weiter in Richtung Dar-es-Salaam. Die Straße ist schön ausgebaut, aber man sieht durch die halsbrecherische Fahrweise der LKW und Busfahrer viele schwere Unfälle. Teilweise liegen Tankwägen in den Abhängen. Die Wohnsiedlungen liegen knapp an der Straße und durch die Speed – Bumps lässt es kein schnelles Weiterkommen zu.

In der Tan-Swiss Lodge, ein paar Kilometer vor dem Mikumi National-Park, legten wir eine gemütliche Pause ein.  Josef, ein Schweizer führt die Lodge seit 11 Jahren mit seiner tansanischen Ehefrau.