Malawi Nord

Heute, den 24.09.13 verbringen wir in der kleinen Stadt Karonga den letzten Tag in Malawi. Morgen geht es weiter nach Tansania.

Gesundheitlich geht es mir wieder ausgezeichnet, aber diese 3 Tage mit der Malaria war eine Erfahrung, die ich hoffentlich nicht  noch einmal machen möchte.

Schöne Tage verbrachten wir an der Nkhata Bay und bei Willi Louw und Magy in der Hakuna Matata (Mach Dir keine Sorgen) Lodge. Am Abend erzählte Willi  Geschichten aus seinem spannenden Leben. Außerdem trafen wir junge Leute aus Holland und Amerika, die mit Rucksack per öffentlichen Verkehrsmittel (Überland und Kleinbusse) durch Afrika reisen. Da sind wir richtig luxuriös unterwegs.

Heute sammeln wir unsere Kräfte für den morgigen, hoffentlich nicht zu stressigen Grenzübergang. Freuen uns schon auf neue Abenteuer.

Malawi

Ein Land, entlang des Malawi See im Südosten Afrikas,  angrenzend an Tansania, Mozambique und Sambia. Einwohnerzahl: ca. 16 Millionen(geschätzt) und stark ansteigend.

Der Malawi – See erstreckt dich über eine Länge von etwa 600 km, an einigen Stellen ist er über 80 km breit und 200 m tief. Man glaubt, an einem Meer zu sein. Er ist der drittgrößte Süßwassersee Afrikas. (Südlichste der Great-Rift-Valley Seen). Auch die Fischpopulation hat erstaunliche Daten aufzuweisen. Hier leben mehr Süßwasserfischarten als in jeden anderen See der Erde. Die meisten gehören zu den afrikanischen Buntbarschen. Viele dieser Zierfische werden exportiert. Im Hintergrund des glasklaren Sees mit weißen feinsandigen Stränden sieht man Berge.

Malawi gehört leider zu den ärmsten Ländern Afrikas. Man wundert sich,  dass die Bevölkerung äußerst freundlich ist. Von einer ehemaligen Entwicklungshelferin die seit 4 Jahren in diesen Land lebt, haben wir erfahren, dass das Durchschnittseinkommen bei 20.000 Kwachas liegt. Das entspricht ungefähr 47 €! Wir haben in einem Supermarkt in Blantyre schon im nu 12.000 Kwachas ausgegeben!

80 % der Bevölkerung arbeiten für den Eigenbedarf in der Landwirtschaft. Die Exporte sind gering und ausländische Güter kommen aus dem tansanischen Hafen Daressalam und müssen 2000 km transportiert werden.

Leider wird und wurde sehr viel an Wäldern zu Holzkohle verarbeitet. Wenn man durch ein Dorf geht, schlägt einem ein beißender Geruch von Rauch entgegen. Mütter haben beim Kochen am Holzoffen am Boden ihre Kinder am Rücken und mich wunderst es nicht mehr, dass so viele Kinder husten. Durch Aids werden viele Kinder zu Waisen und werden von Großeltern aufgezogen oder kommen in ein Waisenhaus. Diese Probleme gibt es leider überall in Afrika.

Nach zwei Tagen in Blantyre fuhren wir in den kleinen Nationalpark  LIWONGE und wurden sehr angenehm überrascht. Entlang des Flusses Shire tummeln sich eine viele Hypos, Büffel,  Elefanten, Wasserböcke, Affen, Impalas, Antilopen und Warzenschweine. Hier verbrachten wir zwei schöne Tage. Weiter ging es zum Malawi See zum Cape Maclear, wo wir im Fat Monkey Camp 4 Tage in Gesellschaft von Reisenden aus aller Welt verbrachten.

Wir fuhren zu unseren nächsten Ziel: Cool Running in der Senga Bay. Wir wissen nicht, wann und wo, aber Frau Anopheles hat zugeschlagen. Es machte sich mit Kopf, Gliederschmerzen und Übelkeit bemerkbar. Als ich der netten Besitzerin der Lodge, einer ehemaligen Krankenschwester meine Symptome klagte hatte sie den Verdacht auf Malaria. In der Nacht bekam ich Fieber und der Malaria Test am nächsten Morgen war positiv. Ich bekam eine Ladung von Medikamenten und nach 3 Tagen war ich wieder so halbwegs fit.

Jetzt fahren wir langsam entlang des Malawi Sees in Richtung Tansania.

 

 

 

Von Mozambique nach Malawi

Durch Mozambique reisten wir in Küstennähe entlang. Die Hauptrouten sind sehr gut zu befahren. An sehr schönen Plätzen blieben wir 2 – 3 Tage. Besonders hat uns Inhabane mit Tofu und Paindane , Pomene und Inhassoro gefallen. Danach ging es ostwärts in Richtung Tete nach Malawi. Wir hörten von politischen Spannungen in der Region von Sofola. Bei Erkundigungen stießen wir auf unterschiedlichsten Informationen. Fakt war, dass ab der Stadt Save bis nach Muxungue (ca. 150 km) wir in Konvoi mit Begleitung eines gepanzerten Fahrzeuges mit Maschinengewehre durchfuhren. In jedem drittem Auto fuhr ein bewaffneter Polizist mit. Die alten Spannungen zwischen Renamo und Frelimo sind leider wieder aufgetreten!

Nach einem Aufenthalt am Chichumba- Stausee fuhren wir nach Tete, einer aufstrebenden Stadt am Sambesi River. Die Umgebung von Tete wird als heißeste Region des Landes beschrieben. Wir hatten Glück weil es doch die kühlere Jahreszeit war. Nördlich der Stadt sieht man wieder Berge und bei Zobue verließen wir Mozambique. Was uns stark auffiel, dass im Norden Mozambique`s und dann auch in Malawi sehr viel an Holzkohle am Straßenrand verkauft wird und sehr große Fläche abgebrannt ist. Die Sonne kommt mancherorts nur schwer durch und die Luft ist rauchgeschwängert. Weite Flächen sind abgeholzt und nur teilweise mit schnell wachsenden Eukalyptus aufgeforstet.

Da wir noch Geld übrig hatten, mussten wir die Meticals noch vor der Grenze umtauschen. Karl sagte, er gehe sich über den Kurs informieren. Auf einmal sah ich Karl gestikulierend von ca. 15,, Money Changer“ umringt. Mir schwante Böses! Ich ging mit dem Taschenrechner zur Gruppe, rechnete den Betrag aus und zog Karl mit seinem,, Geschäftspartner“ beiseite. Der Wechsler hatte natürlich einen kleineren Betrag auf seinen Rechner. Als er meinen Betrag sah, sagte er O.K und zahlte sehr schnell und lief schnell davon. Beim Nachzählen fehlten umgerechnet 20 Euro! Die anderen taten ganz entrüstet. Na ja, nach langer Zeit hatten wir wieder Deppen Steuer bezahlt. Insgesamt hat uns Mozambique sehr gut gefallen und jetzt freuen wir uns auf Malawi.