Zimbawe: Bulawayo,Matabo Hills

Gut hat uns Bulawayo, die zweitgrößte Stadt Zimbawes gefallen. 1894 erbaut, die Straßen schachbrettartig angelegt und so breit angelegt, dass ein volles Ochsengespann, bestehend aus 24 Ochsen eine Drehung um 180 Grad vollführen konnte. Drei große Parkanlagen sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Allerdings wird bei Einbruch der Dunkelheit von einem Besuch abgeraten.

Allgegenwärtig in der Geschichte dieses Landes  der in England geborene 1870 nach Südafrika gekommene Cecil Rhodes. Durch die Gründung der de Beers Mining häufte er ein beträchtliches Vermögen an. Daneben betätigte er sich in der Politik. Er gründete den Staat Rhodesien, dem heutigen Zimbawe. Am Platz der Ahnen, südlich von Bulawayo in den Matabo Hills ist seine Grabstätte(1902 gest.).

Die Landschaft in den Matabo Hills ist überaus reizvoll. Nach jeder Kurve taucht eine interessante Felsfiguration auf. An den Stauseen kann man wunderschön campieren und viele Tiere beobachten. Die Population der Adler ist hier sehr groß.

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Zimbawe: Binga, Victoria Falls

Von Kariba weg fuhren eine Piste entlang durch eine wunderschöne grüne Landschaft. In Binga, einem Fischerdorf blieben wir 2 Tage. Unser nächstes Ziel waren die Victoria-Fälle. Vor 12 Jahren haben wir sie im Juli besucht. Jetzt im Februar, führten die Fälle sehr viel Wasser. Die Victoria-Fälle sind nicht die größten der Welt, aber die mit den meisten Wassermassen, 1600m breit, 106m hoch. Die Fälle gehören zu zwei Drittel Zimbawe, der andere Teil liegt auf dem zambischen Gebiet. Die Staatsgrenze geht mitten durch den Fluss. Eine Sehenswürdigkeit ist die Eisenbahnbrücke(1905 wurde sie fertiggestellt)die die Schlucht unterhalb der Fälle überspannt.

Ursprünglich wollten wir den südlich von den Victoria-Fällen gelegenen Hwange National-Park besuchen, wegen den starken Regenfällen fuhren wir aber nicht hin.

Harare,Mana-Pools,Kariba

In der Hauptstadt Harare waren wir nur ganz kurz. Leider gibt es dort keinen Campingplatz mehr. Wir konnten dort am Parkplatz der Wild Geese Lodge übernachten und leisteten uns dort ein überaus vorzügliches Essen.

Drei schöne Tage verbrachten wir in den Mana Pools Nationalpark. MANA bedeutet in der Shona-Sprache,,vier“ und es sind auch im wesentlichen vier große Wassertümpel, die in toten Flussarmen des Zambesi zurückgeblieben sind. Da es um diese Jahreszeit viel regnet, mussten wir beim Fahren sehr vorsichtig sein um nicht im Schlamm steckenzubleiben. An den Ufern des Zambesi stehen hier große Akazien und Mahagoni-Bäume und es gibt sehr viel Wild.  Die Löwen am Foto waren nur ein paar hundert Meter vom Camp entfernt. Als wir stoppten, sah ich nur das Männchen und hatte die Löwin im Baum (ca. 3 Meter vom offenen Fenster) übersehen.  Der Schreck war groß. Sie war jedoch sehr gelassen und höchstwahrscheinlich nicht hungrig.  Der Campingplatz ist natürlich nicht eingezäunt und abends hatten wir ständig Besuch von Elefanten und Flusspferden. Abends saßen wir deswegen ganz knapp beim Auto und gingen früh schlafen.

Zurzeit sind wir in Kariba, einer der größten Staudämme der Welt(1957 fertig gebaut, 1961 ganz gefüllt).Es hat sich hier ein riesiges Erholungsgebiet entwickelt, wo man herrliche Bootstouren unternehmen oder die benachbarten Naturparks besichtigen kann.

Zimbawes Osten

Im Osten des Landes, das sehr hoch gelegen ist, fuhren wir weiter. Das Klima ist hier sehr angenehm, abends ist es sogar jetzt im Sommer sehr kühl. In den grünen Chimanimani Bergen in dem ein Nationalpark liegt, blieben wir einige Tage. Den höchsten Berg, den 2440 m hohe Binga, wollten wir erklimmen. Wir waren schon ziemlich weit oben, haben kurz vor der Schutzhütte umgekehrt, weil sich bei Karl leider wieder seine Höhenangst gemeldet hat.

Sehr schön sind auch die Bvumba Berge in der Nähe von Mutare. Das legendäre Leopard Hotel, der botanische Garten und der tropische Regenwald war ein Besuch wert.

Weiter ging es in den Rhodes-Nyanga-Nationalpark. Dort liegt der höchste Berg, der Inyangani 2500m hoch. (Haben keine Kraxelversuch gemacht!)

Great Zimbawe

Am 21.01.2013 reisten wir in Zimbawe, dem früheren Rhodesien ein. Nach der Grenze merkt man, dass man wieder so richtig in Afrika ist. Es gibt Rundhütten, die Frauen tragen wieder Lasten am Kopf,  die Kinder mit einem Tuch am Rücken und an Bächen ihre Wäsche waschen. Was uns auffiel, ist die Sauberkeit auf den Straßen, Dörfern und Städten.

Zimbawe hat sich 1980 aus der weißen Vorherrschaft  gelöst. Anfangs galt das Land ,,das Land für friedliche Koexistenz von Schwarz und Weiß“. Inzwischen hat leider dieses Modell an Glanz verloren. Der Präsident, der marxistische Reden schwang(selbst ein sehr reicher Man ist) war es ein Dorn im Auge, weil Weiße das beste Land besaßen und in der Wirtschaft den Ton angaben. Viele weiße Farmer verließen das Land, ausländische Firmen investierten nicht mehr. Farmen wurden nach 1990 enteignet. Aus der,, Kornkammer Afrikas“ ist das Land zum Hilfsempfänger geworden! Auf ehemalige große Felder weiden jetzt ein Paar Kühe. Wirtschaftlich soll es leicht bergauf gehen. Auch ist die Versorgung der Lebensmittel besser geworden. Vor ein paar Jahren hörte ich, waren die Regale der Geschäfte noch leer und die Menschen hungerten.

Unser erstes Ziel in diesem Land war die Ruinenstadt,, Great Zimbawe“, eine zwischen dem 12. Und 15. Jhdt. erbauten Anlage der Karanga(Stamm der Shona). Es war ein wohlhabender mächtiger Staat. Die Anlage besteht aus Granitsteinmauern. Die aufeinander geschichteten Granitsteine wurden ohne Mörtel gebaut. So konnten sich die Steine bei Hitze ausdehnen ohne dass Risse entstanden. Die Mauern dienten als Einfriedung – enclosure-für die noch heute gebräuchlichen Rundhütten aus Lehm. Great Zimbawe ist heute ein Staatssymbol geworden.

Fahrt nach Zimbawe

 

Am 15.01.13 machten wir uns langsam(wir reisen jetzt wirklich langsamer) in Richtung Zimbawe. Wir durchfuhren die nordöstliche gelegen fruchtbare Provinz Südafrikas: Limpopo. Leider bei Regen und Nebel(deswegen wenig Fotos).Über den Mageobaskloof(Paß), berühmt durch die vielen Farnarten, wilde Orchideen und Teeplantagen erreichten wir Tazneen. Dort befinden sich große Anbaugebiete für tropische Früchte: Orangen, Bananen, Papaya, Avocados, Nüsse, Blumen und Gemüse. Zwischendurch führte uns der Weg durch das ehemaliges Homland Vende aus der Zeit der Apartheid. Dass es wirtschaftlich noch immer zurück liegt, merkt man  durch schlechtere Straßen, Müll neben der Straße und nur ganz kleine Felder und keine größere Geschäfte. Die Landschaft ist sehr schön.