Das Ziel ist erreicht!

Südafrika

 

Am 09.12.12 war es soweit. Wir hatten es geschafft! Wohlbehalten kamen wir zu viert am Cap der guten Hoffnung in Kapstadt an. Insgesamt legten wir in 9 Monaten ungefähr 35.000 km zurück. Glücklich sind wir alle, dass wir es ohne Krankheiten, Unfälle und ohne schlimme Erfahrungen geschafft hatten. Fasst hätten wir uns von vielen ,,Afrika Experten‘‘ von unserem Ziel abhalten lassen. Immer wieder trafen wir Leute die erzählten, dass es unmöglich sei, ein Visum für Angola oder Nigeria zu erhalten. Ein Deutscher zum Beispiel erzählte uns von völliger Anarchie in Mali. Wir waren im Süden Malis unterwegs und merkten nichts davon. Natürlich haben wir uns ständig über die politische Situation in den Ländern informiert. Ein Reiseziel war der Norden von Mali. Leider zurzeit unmöglich. In Ghana haben wir uns um eine Verschiffung bemüht. Gott-sei- Dank hat es nicht geklappt. Jetzt sind wir sehr froh darüber. Mit unseren Schweitzer Freunden Maria und Robert die wir in Marokko kennengelernt hatten, bemühten wir uns um die Visen. Robert legte sich beim Schreiben der Anträge so richtig ins Zeug. Mit Erfolg. Mit zwei Autos war es an manchen Strecken schon viel besser. Für die Fahrer oftmals eine große Herausforderung. In den meisten Ländern West-Afrikas gibt es keine Campingplätze, so campierten wir oft im Busch oder in den Städten parkten wir in Höfen von Hotels. Wegen der kommenden Regenzeit und einhalten der Visa-Terminen waren wir in manchen Ländern viel zu schnell unterwegs. In Kamerun und Gabun wären wir gerne länger geblieben.

Schön ist es, dass wir uns in unserem Wohnmobil noch sehr wohl fühlen. Es funktioniert noch alles. Kompliment an Sepp Weber der es gebaut hat! (FUW Camp, www.expeditionsmobile.at)

Zurzeit genießen wir die Cap-Region. Die Weine Südafrikas sind nicht zu verachten! Weihnachten werden wir bei Karls Freund Wolfgang in Johannesburg verbringen. Bis Mai sind wir noch in südlichem Afrika. Mitte Mai fliegen wir zur Hochzeit von Julia und Stefan nach Österreich, im Juli geht es wieder zurück in unser fahrendes Heim.

 

Namibia Sossusvlei,Lüderitz

Das Sossusvlei ist eine ausgetrocknete Ebene inmitten der bis zu 300m hohen rötlichen  Namib-Dünen. Der Tsauchab, der im Naukluft-Gebirge entspringt, erreicht nur selten das Sossusvlei. Die Namib Wüste ist in diesem Gebiet für den Touristen zugänglich.

 

Nach Sossusvlei ging es entlang des Namibrand Nationalparks nach Lüderitz. Dies war eine Strecke(Straße 707) an der wir uns von der Schönheit auch nicht sattsehen konnten. Schade, dass man dies nicht so mit der Kamera festhalten kann. Das Farbenspiel der Gräser und Büsche: helles erbsengrün(Büsche) bis hellgelb(Gräser), dahinter teilweise roter Sand der Namib-Wüste, die verschiedenen oft apricotfarbenen Gesteinsarten der Berge, daneben immer wieder Herden von Zebras, Springböcke und Oryx.

Tief beeindruckt kamen wir nach Lüderitz. So ungefähr 20 km vor der Stadt wurde es wieder schlagartig kühler. Lüderitz, malerisch gelegen zwischen  Felsen und Wüste, war die älteste deutsche Stadt Namibias, benannt nach dem Bremer Kaufmann  Lüderitz. Die Blütezeit hatte sie mit der Entdeckung der Diamanten so um 1908. Die von der Wüste verschluckten  und teilweise als Museum noch erhaltene Stadt Kolmanskop vor Lüderitz bezeugen vom Reichtum von Damals. Schon 1920 setzte der Niedergang ein, als die Diamantengesellschaft weiter südlich des Oranjemund zog und die Fischindustrie sich nach Walvis Bay verlagerte. Rund um Lüderitz ist noch Diamantensperrgebiet und in der Bucht wird noch am Meeresgrund nach Diamanten gesucht.

 

In Lüderitz haben wir uns mit unseren Mitkämpfern durch Westafrika, Maria und Robert getroffen und wir werden die Weiterfahrt bis Kapstadt gemeinsam unternehmen.

Namibia Spitzkope, Swakopmund

Von Outjo aus fuhren wir am 20.11.12 über Otjiwarango,Omaruru,Spitzkope  nach  Swakopmund.

Swakopmund, an der Mündung des Swakop gelegen, empfing uns mit Nebel. Auch ist es hier deutlich kühler. Der Grund ist der eiskalte Benguela-Strom, der von der Antarktis kommend an der Küste entlang fließt und auch verhindert, dass Regen von der Küste ins Landesinnere zieht(Regen zieht nie von der Kälte in die Hitze). Für die hitzegeplagten Namibier ist diese Stadt in den Sommermonaten Dezember und Jänner ein beliebter Urlaubsort. Tagsüber ist es mild, die Nächte sind kühl und erfrischend. Im Winter zwischen April und September kann die Wassertemperatur auf nur 13 ° absinken.

Viele historische Gebäude aus der Kolonialzeit prägen das Stadtbild. Die meisten sind  sehr schön restauriert. Besonders fällt die Sauberkeit auf. Es wird auch heute noch viel Deutsch gesprochen. Eine Deutsche Stadt in Afrika! Man kann im Brauhaus Stelze und Sauerkraut essen. Nachdem es uns nach 3 Tagen  doch zu kühl war, machten wir uns langsam auf dem Weg über Walvis-Bay, Kuiseb-Pass, Gaub-Pass in den Namib Naukluft Naturpark. Man kommt über so viel Schönheit der Natur vom staunen nicht heraus.