Namibia: Etoscha

Der Etoscha Nationalpark erstreckt sich über ein Gebiet von 22912 Quadratkilometer. Die Etoschapfanne ist 4731 Quadratkilometer groß und meistens trocken. Außer es kommt im Norden nach schweren Regenfällen zu Überflutungen. Im Süden gibt es zahlreiche permanente Quellen, die im porösen Dolomitgestein gespeist werden. Das Quellwasser kommt an die Oberfläche und bleibt am Lehmboden der Pfanne stehen.

Wir waren heuer das dritte Mal im Nationalpark und es ist jedes Mal spannend, welche Tiere wir zu Gesicht bekommen. Heuer sahen wir keine Elefanten. Oft ist man nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Toll ist es, dass man selbst fahren kann.

Namibia: Kaokoland, Ganamub,Hoanib

Am 07.11.12. an Twyfelfontein(vor 6 Jahren studiert) vorbei ging es weiter nordwestlich nach Puros und weiter in das Kaokoland. Die meiste Zeit fuhren entlang der Flussbette( Hoarusib, Khumib). Traumhaft! Auf holprigen Wegen ging es nach Opuvo, dem Hauptort des Kaokoland. Im Hintergrund der kahlen Hügellandschaft nimmt sich ein kleiner grüner Baum oder Strauch wie ein bizarres Kunstwerk aus. Immer wieder trafen wir Himba, das ist eine Gruppe aus dem Volk der Herero. Teilweise leben sie noch als Nomaden und halten an ihrer Kultur fest. Die Frauen tragen ihre Brüste frei. Sie reiben ihre Körper mit einer Butter ein, die mit rotem Pulver aus eisenhaltigen Gestein und stark aromatisierten Kräutern vermischt ist.

Nach der Kaokoland-Rundreise ging es wieder zurück nach Sesfontein wo wir einige Tage in den ausgetrockneten Flussbetten des Ganamub, Hoanib und Mudorib verbrachten. Es war wie im Paradies! Neben uns, als wir aßen, knapperte knapp eine Giraffen-Familie an den stacheligen Tamarisken. Es gibt Herden von Antilopen, besonders viele Oryx und viele Elefanten. Da es im Flussbett eng ist, sind die Tiere sehr nahe. Die Tiere wirken sehr gelassen. Bei  Elefanten kann es aber immer wieder zu Problemen kommen wenn es Junge gibt oder man schneidet ihnen den Weg ab. Löwen sahen wir keine, aber ihre Abdrücke im Sand haben wir gesehen.

Natürlich achteten wir, in der Nacht etwas außerhalb des Flussbettes zu campen. Da wir wussten, dass wir in den nächsten Tagen keinen Menschen  treffen  rechneten wir genauestes unseren Spritverbrauch aus. Im Sand benötigten wir natürlich mehr.  Auch Wasser und Lebensmittel  hatten wir ausreichend mit.

Einmal hat uns ein Sandsturm erwischt. Plötzlich wird es beim Autofahren rundherum weiß und die Sicht gleich null. Den Pudersand werden wir noch länger im Auto mitführen! Die Temperatur ist tagsüber sehr heiß. Gottseidank kühlt es abends ab.

S 19°20.691 E 013°13.766

Namibia:Windhuk,Brandberg

Brandberg

Am 02.10.12 verließen wir, nachdem wir Kleinigkeiten an unserem Auto repariert hatten, Windhuk. Vier Tage hatten wir Stadtleben. Nicht schlecht, aber wir freuten uns auf das Leben in der schönen Natur Namibias. Über Omaruru fuhren wir zum Brandberg mit der höchsten Erhebung, den Königstein(2600m). Der Brandberg ist bekannt durch die Felszeichnungen, darunter die White Lady, eine ca. 40 cm hohe Figur. Heute ist man in der Auffassung, dass es sich um einen Mann handelt, dessen Körper mit weißen Ton bemalt ist, wie bei den Himba und Herero als Jagdzauber üblich war und ist. Wir haben auch einen Rundkurs um den Brandberg gemacht. Dieser endete zuletzt in den Ugab River Canyon. Diese Strecke hat uns zu weiteren Riverbed-Fahrten animiert. Wir sahen Herden von Antilopen, Giraffen, Kudu, Welwitschia und auch Elefanten.

Windhuk S 22°33.215 E 017°05.553′ 1656m

Omaruro S21°11.331 E 014°39.074 862m

Brandberg S 21°00.997′ E 014°41.131′ 463m

Namibia

Seit dem 23.10.2012 sind wir in unserem geliebten Namibia. Von Maria und Robert haben wir uns vorläufig verabschiedet weil wir nach Windhuk wegen kleinen Reparaturen an unserem Igl mussten.  Wir sind zum dritten Mal in Namibia und werden so manche Orte wieder besuchen. Namibia finden wir, ist ein Land für Afrika Einsteiger. Leicht zu bereisen, gute Infrastruktur und teilweise wird sogar Deutsch gesprochen.

Zum Wochenende besuchten wir im Nordosten des Landes die eigentlichen Ureinwohner Namibias:  die San oder Buschmänner. Nur wenige pflegen die althergebrachte Lebensweise, die anderen arbeiten meist als Farmarbeiter. Sie sind ähnlich wie die Pygmäen Zentralafrikas, mit denen sie vieles gemeinsam haben, nur ca. 1,50 m groß. Ihre Haut ist goldgelb. Sie sieht pergamentartig aus, glättet sich aber bei ausreichender Nahrung. Sie sind ausgezeichnete Fährtenleser und waren früher Sammler und  Jäger. Niemals jagten sie mehr, als sie benötigten weil sie daran glauben, dass sie den Ärger der Götter erregen, wenn sie die Natur missbrauchen. Ihre Sprache  besteht aus Schnalzlauten in verschiedenen Tonhöhen. Wir besuchten ein Projekt-Dorf dass für wenig Geld die alte Lebensweise für Touristen anschaulich nahebringen.

In Windhuk hat sich seit unseren letzten Aufenthalt viel geändert. Viele moderne Gebäude und noch mehr Shopping-Center wurden gebaut. Nach Zentralafrika fühlten wir uns hier wie im Schlaraffenland. Es ist jetzt anfangs Sommer und sehr heiß und trocken. Die Wäsche wird fasst während dem Aufhängen trocken.