Angola

Am 08.10.12 fuhren wir von der DRC in Begleitung eines Polizeibeamten zur Grenze Angolas. Mit Küssen verabschiedeten wir uns von Colonel Frederik. Die Einreiseformalitäten zu Angola erfolgten schnell und korrekt von freundlichen Beamten. Wir fuhren am nächsten Tag nach N`zeto einer kleinen Stadt an der Küste. Dort verbrachten wir geruhsame Tage in der katholischen Mission  beim gastfreundlichen polnischen Pater Emil und Padre Antonio. Wir erhielten täglich frisches Brot an die Tür und zum Abschied haben sie uns zu einem fulminanten Frühstück eingeladen.

An der Küste entlang 70 km südlich von Luanda ging es am 13.10.12 zum Carpe Diem. Es ist ein Wochenendausflugsparadies für Leute aus Luanda. Geführt wird es von den zuvorkommenden und hilfsbereiten  Paulo und Lois. Wochentags in der Regenzeit ist die Anlage geschlossen und wir vier konnten die Anlage genießen. Lois besorgte uns Hummer und der Koch war uns bei der Zubereitung behilflich. Das war ein herrliches Mahl! Die nächsten Tage verbachten wir in der Nähe Gabelas im Landesinnern. Wunderschöne Schluchten mit Wasserfällen, Granitkegel und teilweise schon grün und sehr fruchtbar. Vom Wetter her war es angenehm kühl. Von dort ging es wieder an die Küste in die schöne Stadt Lobito. Schön war auch die nächste Stadt: Benguela. Sehr gepflegt mit wunderschönen Akazien-Alleen und neu restaurierten Kolonialbauten. Wir fuhren dann weiter an der Küste. Die Straße verwandelte sich von einer neuen Teerstraße in einer Rumpelpiste, aber einer einsamen schönen Gegend. Daneben arbeiten chinesische Firmen an einer neuen Straße. Abends war es einmal sehr stark nebelig! Von Namibe aus ging es über dem Leba-Pass(1855 m) nach Lubango. Sehr schöne Stadt in der Hochebene! Insgesamt hat uns Angola sehr überrascht. Sehr schöne verschiede Landschaften, freundliche hilfsbereite Menschen(sogar die Polizei), eine schon gut funktionierende im Aufbau befindliche Infrastruktur. Wenn man bedenkt, dass bis vor 10 Jahren ein schrecklicher Bürgerkrieg war! Gewundert haben uns die hohen Preise im Restaurant und auch die meisten Lebensmittel waren teuer. Brot ist sehr billig. Leider gibt es auch hier sehr arme Leute.

Pos.: Grenze Angola S 05° 54.423 E 014°05.370 321m

           N’zeto: S 07°13.988‘ E 012°52.538’

                                  Carpe Diem: 70 km nach Luanda S 09°40.260‘ E 13°13.199’

Busch vor Ingadola: S 12° 20.570 E 013° 32.950

Lobito: S 12° 20.570‘ E 013° 32.950

Busch bei Catumbela: S 13°46.784‘ E 012° 37.295’ H 549 m

Farm vor Cahama: S 16°04.641‘ E 014°14.315‘  H 1307 m

 Ondjiva: S 17° 04.041‘ E 015°42.403‘ H 1135 m

DRC (Demokratische Repuplik Congo)

Am 03.10.12 machten wir uns mit der ,,Durchreisegenehmigung‘‘ des DRC Repräsentanten in Dolise auf dem Weg zur Grenze. Der Weg dorthin war wieder einmal sehr beschwerlich. Abgekämpft und schmutzig kamen wir im Dunkeln an. Wir hatten den Zollbeamten im Auto mitgenommen. Morgens wurden die Grenzformalitäten in einer Bambushütte im Beisein einiger Dorfbewohner und eines palmweintrinkenden Soldaten erledigt. Wegen der fehlenden Visen sollten wir uns in der nächstgelegenen Stadt Luozi, 120 km weiter bei der Migrationsbehörde melden. 2 Tage benötigten wir für die Strecke. Immer wieder mussten wir mit Schaufeln den Weg reparieren um nicht wie am Vortag in den Löchern steckenzubleiben. Die Landschaft und die freundlichen Menschen haben uns wieder für die Strapazen entschädigt. In Luozi wurden wir schon von der Polizei erwartet und zur Migration geleitet. Der Leiter dieser Behörde reagierte ziemlich sauer als er  unsere Papiere sah. Er wollte uns sofort nach Brazzaville zurückschicken. Außerdem hat er uns schon früher erwartet weil ihm telefonisch von der Grenze mitgeteilt wurde, dass 4 Personen mit einer besonderen Durchreisegenehmigung(Gesandte etc.) unterwegs seien. Als Karl von der Rückreise nach Brazzaville hörte und der Ton des Polizisten immer schroffer wurde, bekam er einen ,,Nervenzusammenbruch und Luftnot„. Für dieses Schauspiel hätte er sicher einen Oscar verdient. Schlagartig hat sich das Verhalten des Beamten geändert. Karl wurde mit einer besonderen Fürsorge bedacht und wir wurden beruhigt, dass wir ja keine Schuld tragen sondern der Beamte von Dolosi der dazu keine Befugnis hätte. Am nächsten Morgen fuhren wir in Begleitung von Colonel Frederick  und Leutnant Crispin nach Matadi. Übernachtet wurde im Hof der Immigrationsbehörde. Am nächsten Tag bekamen wir ein teures Visum ausgestellt und wurden freundlichst zur Grenze eskortiert.

Leider konnten wir unseren Freunden aus Holland Mariska und Jan, die einen Unfall hatten, nicht mehr behilflich sein, weil wir direkt zur Grenze von der Polizei begleitet wurden. Wir wünschen den Beiden alles Gute und viel Glück und hoffen, dass wir Weihnachten zusammen in Johannesburg feiern können.

Auf dem Weg nach Luozi   S 04°36.373‘ E 014°16.885‘ 550

 

Vor Luozi S 05°53.707‘ E 014° 08.252‘ 193 m

Matadi: S 05° 49.659‘ E 013° 27.649‘ 103 m

 

 

Congo

Kongo

Am 28.09.12 kamen wir über eine nicht zu schlecht zu befahrene Laterit-Wellblech-Piste an die Grenze Kongos(Ndende). Nach der Grenze wurde die Fahrerei etwas beschwerlicher. In Dolesie campten wir bei der Mission S.Gabriel. Ich war bei einer Messe. So eine schöne Messe mit viel Gesang und Begeisterung habe ich noch nie erlebt. Bei einem Repräsentanten des nächstgelegenen Landes, der DRC-Kongo(ehemals Zaire), wollten wir uns erkundigen, ob wir ein Visum an der Grenze erhalten.  Wir waren erstaunt, dass wir eine Durchfahrtsgenehmigung erhielten. Unglaublich!!! Weiter ging es auf die Hauptroute nach Brazzaville, wo die Straße richtig wild wurde. Die Straße ist wie ein übler Feldweg, wird aber unter chinesischer Leitung wie in vielen Ländern West-Afrika neu gebaut. Wir wollten schneller unterwegs sein! So aber hatten wir nur einen Schnitt unter 20 Km/h! Bemüht sind wir, dass wir noch vor der Regenzeit bis ins südlichere Angola kommen. Die Regenzeit beginnt normalerweise anfangs bis Mitte Oktober. Bis jetzt hatten wir vom Wetter her viel Glück. Das Problem ist nicht der Regen selbst, sondern die Straßen, die sich in Schlammlöchern verwandeln.

Pos.: S 02°47.436‘ E 011° 45.36‘ 187m Busch nach Moungoundi Pfarrhaus in Dolesie S 04° 11.427‘ E 012° 40.527‘ 353m Busch nach Madingou S 04° 10.269‘ E 013° 37.074‘ 167 m

Grenze DRC S 04° 18.803‘ E 014° 20.070‘ 578 m H

 

 

 

 

Gabun

Gabun

Am 22.09.12 machten wir uns auf den Weg nach Gabun. Die Hauptverbindungsstraße  war teilweise neu und einige kleine Strecken im Ausbau. Was uns auffiel, das der Wegrand gemäht und gepflegt war. Auch rund um die Häuser war alles zusammengeräumt und der Müll kommt im Container. Auch die Leute sind sehr angenehm. Verhungern muss man auch nicht, es wird am Straßenrand  Obst, Gemüse und Bushmeat (Leguan, Schlange, Nagetiere) angeboten. Während der Fahrt haben wir den Äquator überquert. Wegen der Visa für die demokratische Republik Kongo(ehemaliges Zaire) fuhren wir nach Libreville der Hauptstadt Gabuns. Wir hatten leider erstmals auf der Botschaft keinen Erfolg. Man sagte uns, dass wir ein Visum nur erhalten, wenn wir eine Aufenthaltsgenehmigung für Gabun für die Dauer von 6 Monaten hätten oder wir  erhalten es an der Grenze. Hoffentlich stimmt’s!

In Libreville kamen Mariska und Jan aus Holland dazu. Wir kannten sie aus Togo und haben sie auf dem Weg nach Libreville wieder getroffen. Sie bemühen sich schon in jeder Hauptstadt um das Visa für Angola. Leider war ihr Bemühen schon wieder ohne Erfolg.

Am 26.09.12 fuhren wir in Konvoi in Richtung Kongo los. Auf der Strecke liegt Lambarene. Bekannt durch das Wirken Albert Schweitzers. Wir nächtigten gleich im Krankenhausgelände und besuchten am Vormittag das Albert Schweitzer Museum. Das alte Spital, im Jahre 1927 gebaut, ist in seinen  alten Zustand zurück versetzt worden und dient seither als Museum. Ich war beeindruckt, wie gut das Krankenhaus damals schon ausgestattet war. Das Krankenhaus, oberhalb des Alten neu gebaut, wird immer noch betrieben und liegt sehr schön am Fluss Ogooue‘.

Unsere Route: Libreville N 00° 28.492‘ E 009° 23.797‘ Beach-Club

Lambarene S 00° 40.648‘ E 010°13.732‘ Krankenhaus-Albert Schweitzer

Busch nach Moula S 01° 45.898‘ E 010° 53.514‘

Da wir jetzt mit 3 Autos unterwegs sind, übernachten wir oft einfach im Busch. Das Schlafen in freier Natur ist wie immer ein herrliches Erlebnis.