Cameroun

Am 14.09. haben wir Calabar hinter uns gelassen und fuhren mit einem mulmigen Gefühl zur Grenze. Von anderen Reisenden und aus Büchern haben wir über die Strecken nichts Gutes erfahren. Wir hatten keine andere Wahl und mussten da durch! Anfangs war die Straße ganz schön, aber dann 30 km vor der Kamerungrenze verlangte die Piste von Fahrern und Auto einiges ab (siehe Fotodokumentation). Wir wählten den Grenzübergang Ekang. Die 120 km von Calabar bis Ekang dauerten 7 Stunden. Die letzten 30 km zogen wir uns gegenseitig von Schlammloch zu Schlammloch! Dreckverschmiert kamen wir noch kurz vor Einbruch der Dunkelheit an und schliefen gleich an der Grenze. Die Grenzbeamten waren auf beiden Seiten korrekt und sehr entgegenkommend.  Am nächsten Tag wiederholte sich nach der Grenze die Sch…e. Karl und Robert hatten  viel dazugelernt. Wir mussten uns nicht gegenseitig wie am Vortag aus dem Dreck ziehen. Die schöne Landschaft hat uns für die Strapazen aber belohnt. Überhaupt ist Kamerun ein sehr schönes Land. Teilweise sehr hoch gelegen uns sehr grün. Schade, dass die Zeit wegen der Visa für die nächsten Länder drängt. Was uns auch aufgefallen ist, dass auch rundherum der Häuser alles in Ordnung gehalten ist. Die Straßen waren ab Mamfe sehr schön.

Pos.: Ekang: N 05° 40.624` 102m  Mamfe: 05°45.111‘ E 009°19.263‘ 94m Bamenda: N 05° 57620 E 010° 09.960 1286m Bafia: N 04° 44.118‘ E 011° 13.316‘ Yaonde: N 03° 52.791‘ E 011° 31.342 781m Nach Ebolowa: N 02° 22.633‘ E 011° 20.846‘

Am 21.09.12 ging es von Yaonde zur Grenze Ebolowa-Bitam.

Nigeria

Am 08.09.12 reisten wir zu viert mit 2 Autos in Nigeria über den Grenzposten Idiroko ein. Der Grenzposten von Benin wollte natürlich noch etwas kassieren. Wir einigten uns, ganz ruhig zu bleiben und standen immer in seiner Nähe. Er wollte auch, dass wir über die Grenze einen Führer nehmen und außerdem sollten Frauen wegen eines Voduu-Brauches sich an diesen Nachmittag nicht sehen lassen. Freundlich bedankten wir uns für seine Bemühung! Schlussendlich gab er auf. Auf der Nigerianischen Seite gab es eine umständliche Bürokratie. Unser Freund Robert wurde wegen der Einladungs-Adresse richtig verhört. Wie immer, wurden wir wegen eines Geschenkes aufmerksam gemacht. Leider hatten wir nichts zu verschenken! Wir gaben etwas Geld lieber den anderen Bettlern!

Das Autofahren in Nigeria ist einfach ein Wahnsinn! Die Straßen sind teilweise sehr schlecht, die Autofahrer, so hat man das Gefühl, glauben, dass sie mehrere Leben haben. Dazu kommen noch der Regen und die vielen Polizei-Kontrollen. Sie kontrollieren ob man Feuerlöscher, Warndreieck mit hat und ob beim Auto alles funktioniert. Es wird wohl mit zweierlei Maß gemessen wenn man sieht,  mit welchen Krücken von Autos die Einheimischen unterwegs sind und wie kriminell sie fahren. Die meisten Polizisten haben eingesehen, dass bei uns nichts zu holen ist und waren aber doch sehr freundlich.

In der Stadt Aba waren wir auf der Suche nach einem Hotel mit großem Innenhof. Karl sah ein Schild wo er Camp las. Wir bogen ab und wir fuhren in einem großen privaten Hof ein. Ein älterer Mann begrüßte uns freundlich und hat uns in seinem Audienzsaal eingeladen. Er stellte sich als König von Nigeria vor(Es gibt deren viele!). Wir konnten im schönen Garten übernachten. Es war ruhig und sicher. Abends lud er uns wieder ein. Enttäuscht war er weil wir in Ruhestand sind und keine geschäftlichen Interessen hatten. Er hätte uns dabei unterstützt gab er uns zu verstehen.

Gut, dass wir gut ausgeruht waren. Der letzte Stadtteil von Aba war eine einzige Katastrophe! Ein Off-Road- Fahren in der Stadt.(Siehe Bild)

Unser Ziel war Calabar. Nach Ikot Ekpeme wurden die Straßenverhältnisse besser. Vor Ndom Nwong war der Cross-River aus dem Ufer getreten. Von Calabar waren wir sehr überrascht. Nahezu europäisch.

Es gibt sogar Mülltonnen und der Verkehr läuft geordnet ab. Wir besorgten uns ein Visum für Cameron. Wir campieren im Hotel Marian dessen Manager sehr freundlich und hilfsbereit ist.

Unsere Route: N 06°47.738‘ E 003°12.094‘ vor Abeokuta am 08.09.12

N 06°24.103‘ E 005°36.517‘ Benin-City am 09.09.12

N 04°58.255‘ E 008°20.438‘ Calabar  vom 11-14.09.12

Heute, am 19.09.12 sind wir schon längst in Cameroun. Werde demnächst über die abenteuerliche Fahrt berichten.

Ghana

 

Am 11.08.12 reisten wir über die Berge in Ghana ein. Wir verbrachten 2 Tage im Montain Paradies des Akposso Gebirge. N 06° 51.057 E 000° 25.219

Entlang der Togo-Hills und des Volta-Stausees ging es zum Krokobite Beach Big Millys N 05° 29.759 E 000°21.940 in der Nähe der Hauptstadt Accra. Wir haben uns dort mit Maria und Robert aus der Schweiz verabredet, die sich in Accra wegen der Verschiffung der Autos bemühten. Wir haben uns in Lome bemüht. Es gingen schon Schiffe weg, aber die gingen erst nach Spanien zurück und dann erst nach Südafrika. Wegen der vielen Verladungen sahen wir davon ab. Wir machten eine Anfrage bei der Luftfracht, aber 180.000 US$ war schon ein wenig zu viel! Schlussendlich einigten wir uns, dass wir gemeinsam auf den Landweg weiterfahren. Von da an ging es, Visen für Nigeria, Angola und Benin zu organisieren.

In der Zwischenzeit konnten wir auch das Strandleben und das lebhafte Rundherum genießen. Das Restaurant von Big Millys ist auch nicht zu verachten. Mir schmeckt die einheimische Küche sehr. Zum Beispiel die Palaver Sauce = Spinatsauce, Red-Red = Reife Kochbananen in Palmöl gebraten mit einer Bohnensauce serviert. Hm…

Zwischendurch wird auch selbst im Teamwork gekocht. Fleisch ist im Supermarkt billig. Teuer ist Wurst und Käse(wird meistens aus Südafrika importiert)

Da wir 21 Tage hier verbrachten, hatten wir auch schon eine Hauskatze. Robert und Maria haben sie angefüttert und  nannten ,,ihn“  Slim. Nach ein paar Tagen zeigte ,,er“ die 4 Jungen. Jetzt wussten wir, warum sie so hungrig und doch so dünn war.

Vom Wetter her war es in Togo, Benin und Ghana sehr angenehm. Der Juli und August sind die kühlsten Monate im Jahr. Es hat so 24 bis 26°C, die Luftfeuchtigkeit beträgt über 80%, besonders nachts und frühmorgens. Am Meer war es sogar morgens nebelig. Eine Jacke habe ich abends immer benötigt.

Zurzeit sind wir in der Nähe von Cape Cost, nach Elmina im Kosa Resort N 05° 03.690 E 001°26.431

Wir holen nächste Woche das Angola-Visum ab. Danach geht es wieder zurück nach Togo und Benin. Anschließend nach Nigeria-Kamerun-Gabun-Kongo-Angola-Namibia und Südafrika. Wir reisen ja mit 2 Autos und hoffen, dass es nicht allzu viel regnet und wir ohne allzu große Pannen durchkommen.

Es kann sein, dass wir in nächster Zeit öfters keinen Internetzugang haben. Wir werden es nachholen.