Gambia

Gambia

Mit der Fähre ging es über den Gambia-Fluss nach Banjul  wo wir für afrikanische Verhältnisse eine kurze Wartezeit hatten. Nur 7 Stunden! ! Die Zeit verbrachten wir mit Straßenhändlerinnen und halbseidenen Typen die uns allerlei Ramsch andrehen wollten. Ibrahim der recht gut Deutsch sprach, war sicher der Boss der Bande. Er hat uns nur 4 Bier abgeknöpft.  Wenn jemand das Lügen lernen will, auf zu Ibrahim! Zurzeit genießen wir die Strände von Gambia. Es ist sehr heiß und schwül. Die  Regenzeit hat begonnen.

Sukuta- Lodge Pos.: N 13°25.169 W16°42.934

In  der Nähe von Serekunda haben wir in der Sukuta Lodge 7 Tage verbracht.  Die Lodge wird von einem Deutschen Ehepaar geführt. Wir gingen oft zum Strand, genossen das Strandleben. Die Leute in Gambia sind sehr, sehr freundlich. Lachende Gesichter überall. Ab und zu ist ihre Freundlichkeit  zu viel. So habe ich sogar beim Joggen die Hände schütteln müssen. So läuft ungefähr der Dialog(in Englisch) ab: Schönen Tag, schön dich zu treffen, wie heißt du, woher kommst du? Wir sagten: Wir kommen aus Austria. Gambianer: Oh Australia, schönes Land. Brauchst du einen Führer. Wir: wir finden schon hin, es ist ja gleich um die Ecke.

Am 24.06. sind wir den Gambia-Fluss entlang gefahren und haben abends  im Busch unser Camp aufgeschlagen. Pos.: N 13°30.318W 14°48.032 Es dauerte nicht lange, waren viele Kinder zu Besuch, die uns neugierig  beobachteten. Zu guter Letzt kam der Nachbarsbauer der uns zum Abendessen einlud. Ich wollte schon zusagen, aber Karl sah mich erschrocken an, und erklärte Demba, so heißt der Bauer, dass er erst kürzlich Probleme mit dem Bauch hatte, was auch stimmte. Karl hat  auch Angst, mit den Fingern aus einem Topf zu essen. Na ja, wieder nichts mit echtem Gambianischen Essen!

Insgesamt ist Gambia für afrikanische Verhältnisse sauber. Am Land besonders. Überall liest man von Projekten um die Wälder aufzuforsten.

Nach Gambia, das kleinste Land in Afrika( Länge 760 km, Breite 25 bis 50 km)vollständig umschlossen von Senegal, außer der Meeresküste, sind wir  wieder durch Senegals Osten nach Mali eingereist.

Senegal Saint Louis und Dakar

Senegal Saint Louis

In Saint Lois mussten wir beim Zoll das Carnet verlängern, so nebenbei sahen wir den Staatspräsidenten und eine der dreckigsten Städte in Senegal.

Dakar

Pos.: N14°45,144 W17°30,158

Nach der Erholungspause ging es weiter nach Dakar, wo mir einige geschäftliche Dinge zu erledigen hatten(Schiffsagenturen und Visa) Dakar ist eine tolle afrikanische Metropole. Im Zentrum sprüht  es vor Leben, die Stassen sind voll von Verkaufsständen und an der Küste gibt es wunderschönen Hotelanlagen und Strände. Nachdem wir unsere Sachen erledigten, machten wir uns auf dem Weg Richtung Gambia. 30 km vor der Grenze fanden wir eine tolle Logge in Taubakouta im Parc Nat. du Delta du Solaum.Pos.: N13°47.207 W 016°28.668 Ein Paradies !

Am nächsten Tag ging es nach der nächsten Grenze nach Gambia.

Nach Senegal

Nach Senegal

Am 05.06.12 verabschiedeten wir uns schweren Herzens von Maria und Robert und machten uns auf den Weg nach Senegal. Nachdem wir über den größeren Grenzübergang Rosso nichts Gutes( soll der schlimmste Grenzübergang in Afrika sein)  gehört hatten, wählten wir den kleinen Übergang Diama.  Die Piste geht zwischen dem Fluss Senegal und teilweise durch das Naturschutzgebiet Parc National de Dawling entlang.  Es ist eine Sand und Schotter-Piste mit einer schönen Landschaft. Da wir nicht zu spät zur Grenze kommen wollten, fuhr ein Wildschwein und viele haben wir auf freier Wildbahn gesehen. Viele Vogelarten konnten wir sehen. Wir sind sehr bedacht, uns nicht von Schleppern, Grenzern etc. linken zu lassen, aber diesmal sind wir auf dem Leim gegangen. Ein junger Mann erklärte uns vor der Abzweigung nach Diama, wir sollten uns die Versicherung für die nächsten Staaten schon  vor der Grenze abschließen, weil  wir ansonsten von der Grenze ohne Versicherung  zurückgeschickt werden. Wir schlossen die Versicherung ab, auf der Grenze erfuhren wir, dass wir die Versicherung  dort um vieles billiger bekommen hätten. Karl bekam sofort ein paar graue Haare mehr. Nicht nur dass, immer wieder versuchte man, uns ein Geld  abzujagen. Wir kamen erschöpft in die Zebra Bar, die von einem netten Schweizer Ehepaar geführt wird, an. Wir erholten uns eine Woche im Naturpark.

Pos.: N 13°25.169 W 16°42.934

 

Mauretanien

Mauretanien

Nachdem wir in der Westsahara  vor dem Motel  Barbas  Pos.: N 24°41.541W 014°52.823 übernachtet haben, checkten wir nochmals unsere Reiseformalitäten und machten uns zu viert am 29.5. auf dem Weg nach Mauretanien.

An der Grenze wurden wir sehr genau kontrolliert(Auch mit Hunden)Als die Grenzsoldaten den Blutdruckmesser sahen, wurde Karl gebeten, den Blutdruck bei den Grenzpolizisten zu messen. Er machte es sehr fachmännisch, er ist ja auch Krankenschwester Gatte!  Einer der Polizisten hatte einen erhöhten Blutdruck, Karl setzte eine sorgenvolle Miene auf und verwies ihn baldigst einen Arzt aufzusuchen. Ich bestätigte seinen Ratschlag. Er hat sicher noch einen höheren Blutdruck bekommen. Die Grenzpolozisten waren alle sehr freundlich, auch wenn wir die von ihnen verlangten kleinen Geschenke wie Taschenlampen, Sonnenbrillen oder Handys nicht herausrückten.

Die Straße bis zur Grenze ist asphaltiert. Nach der Grenze fährt man auf einer Rumpelpiste 9 km durch das verminte Niemandsland. Erfolgreich durchquerten wir  das Minenfeld und kamen in der zweitgrößten Stadt Mauretaniens Nouadhibou an. Dort haben wir noch die Versicherung für das Auto abgeschlossen und Geld getauscht.

Pos.: N 20° 54.965 W 17° 02.983 h: 15 m

Irrfahrten durch den Parc National du Banc d’Arguin

Nachdem wir von Ali, den Campingplatz-Besitzer in Nouadhibou  eine nicht so sandige Piste erklärt bekommen haben, fuhren wir mit unseren Schweizern Freunden dorthin. Prompt haben wir uns in der Wüste verfahren! Statt 4 Stunden benötigten wir dazu  10 Stunden! Karl’s neues Hobby ist Sandbudeln! Mit aller Gewalt möchte er wohl die Sand-Dünen mit dem Auto erklimmen! 2 x hat er sich in den Sand eingegraben. Mit Hilfe von Maria und Robert machten wir den Igl wieder startklar. Froh waren wir, als wir an unser Ziel am Meer ankamen. Wir haben das Meer genossen.

Pos.: N 20° 07230 W 16° 14.890

Heute, am 04.06.sind wir in der Hauptstadt  Mauretaniens, Noukachott. Es gefällt uns hier sehr gut. Die Leute sind hier zurückhaltender als in Marokko, aber sehr freundlich und hilfsbereit. Wir haben vor, morgen nach Senegal einzureisen. Leider müssen wir uns von unseren ,,Schweizern“ Maria und Robert verabschieden, weil sie als Schweizer Staatsbürger kein Visum für Senegal und Gambia erhalten. Sie fahren durch Mali!!