West-Sahara

West-Sahara

Langsam geht es von Tan-Tan, entlang des Meeres bis nach Dakhla. Wir fahren jetzt zu viert. Durch Marc, einen jungen Deutschen haben wir ein Schweizer Ehepaar, Maria und Robert kennengelernt, die das gleiche Ziel wie wir haben. Wir hatten ursprünglich vor, so schnell wie möglich durch die West-Sahara zu fahren. Man liest und hört nicht sehr viel Positives. Wir sind aber positiv überrascht und erkunden die Küste. An die vielen Kontroll-Posten der marokkanischen Polizei haben wir uns schon fast gewöhnt.

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Marokko südliche Atlantik

Marokko südlicher Atlantik

Von Agadir sind wir langsam der Küste entlanggefahren und machten bei dem schönen Städtchen Sidi-Ifni halt. Wir konnten schönes Gemüse und Obst einkaufen und sehr guten und preiswerten Fisch essen. Pos.: N 29°23’06.4 W 10°10’23.9. Vom Wetter ist es an der Küste sehr angenehm. Rundum dieser Stadt gibt es viele Kakteen-Felder. Aus den Früchten wird Marmelade gemacht und die Blätter werden als Gemüse gegessen. Ich habe das gelesen aber leider habe ich noch keine Blätter im Verkauf zum Probieren  gesehen.

So, jetzt geht es langsam  Richtung West-Sahara(Diese Bezeichnung darf kein Marokkaner lesen, dieses Gebiet wurde 1975 von Marokko annektiert)

Marokko – Anti Atlas

In der 40.000 Einwohnerstadt Tata blieben wir einen Tag und eine Nacht.

Pos.: N29°44.847 W 007°58.422 H 696

Die Leute sind hier freundlich, offen und nicht so vom Tourismus geprägt(Man kann in Ruhe durch die Stadt spazieren).

Von Tata ging es über Bou Zarif an der Goldmine von Akka vorbei  in das Mansour-Tal  vor Tafroute. Im schönen Mansour-Tal blieben wir für eine Nacht. Es war bisher unser schönster Platz zum Schlafen. Pos.: N 29° 32.881 W 008° 52.623 H: 1257 m

Nachdem wir  die bemalten Felsen von Tafroute niederfotografiert hatten, fuhren wir auf einer engen asphaltierten Straße über Ait Baha so ca. 170 km nach Agadir. Die Landschaft hier im Anti-Atlas ist wunderschön. An diesem Tage war es sehr heiß. Es hatte bei 1700m über 30° C. Wir sehnten uns schon vor Agadir auf eine kühle Brise vom Atlantik. Aber statt der kühlen Brise kam uns ein heißer Wind entgegen! So heiß ist es in dieser Zeit hier nicht, haben wir uns von Einheimischen sagen lassen. Es geht ein kalter Strom vorbei, deswegen ist das Klima in Agadir ansonsten nicht zu heiß. Am nächsten Tag kühlte es ab und es war sogar nebelig! Im Juli und August haben wir erfahren,  ist Agadir für die Marokkaner eine beliebte Urlaubsdestination.  Durch das Erdbeben im Jahr 1960 ist die Stadt neu aufgebaut. Sie ist neben Rabat sehr westlich und sehr europäisch. Die ganze Westseite der Stadt liegt an einem wunderschönen Sandstrand mit eleganten Hotels und modernen Geschäften.  Morgen und übermorgen fahren wir weiter in Richtung Mauretanien und wir hoffen, der Engel von meiner Schwester Ridi, das Hufeisen von Karli und der Schutzengel von Renate und Hans Wilfing bringen uns auch weiterhin gut durch Afrika.

 

Marokko-Wüste

08.05.12: von Tinghier ging es nach Merzouga. Dies ist eine  kleine Wüstenoase am Rande des größten Dünengebiets Marokkos. (ca. 3000 Einwohner)Wir wollten eine Grazerin, Frau Julia Günther besuchen, die dort ein kleines, feines Gästehaus hat. Aber leider, sie war am Vortag auf den Weg nach Graz. So buchten wir bei einem sehr freundlichen Mitarbeiter von ihr eine Kameltour mit Nächtigung in der Wüste. Es war wunderschön! Den Sonnenuntergang erlebten wir auf einer hohen Sanddüne. Wir schliefen in einem Berberzelt, vorher erhielten wir ein sehr gutes Tajine.(Hendl mit Gemüse in einem Ton -Topf über Feuer gebraten)Auch machten wir eine Tour mit dem Auto rund um die Dünen und auch kurz auf den Dünen. Natürlich war Sandbudeln auch dabei. Karl bereitet dies eine große Freude! Übrigens: er ist ein außerordentlich guter Auto-Fahrer.

Am 11.05.12 machten wir uns auf den Weg noch weiter in den Süden von Touz nach Zagora. Es ist eine Offroad-Strecke und geht  in der Nähe der Algerischen Grenze entlang. Streckenweis sehr sandig. In Touz  wurden wir angehalten und man sagte uns, dass wir die Strecke mit dem schweren Auto nicht schaffen können. Aber Karl und Igl(Name v. Auto) schafften es bravourös! Wir wollten den Abend in der Wüste genießen. Feuerholz hatten wir uns in Merzouga organisiert. Wir glaubten ganz alleine zu sein. Beim Abendessen hatten wir schon  den ersten Besucher. Es dauerte keine halbe Stunde, kamen aus dem Nichts die nächsten 4, die uns um die letzten Biere erleichterten. Es waren aber sehr nette Burschen die im nahliegenden Bergwerk arbeiten. Als das Feuer zu Ende ging, waren die Burschen wieder im Nichts verschwunden und wir hatten die Wüste wieder für uns alleine.

Pos.: N 30°40.313 W 004°31.067 H 657

Morgens  ging es auf hauptsächlich auf steinige Wellblech-Pisten nach Zagora.

Pos.: N 30°19.378 W 05°49.508

Von Zagora in die nächste Oase Foum – Zguid Pos.: N 29°50.190 W 05° 45.753  benötigten wir  für  120 km auch viele Stunden. Die Strecke ist schon seit langer Zeit im Bau, wird aber nicht fertig. So ist sie zu einer Rüttelpiste geworden. Die Landschaft ist sehr karg und führt nach Süden an der Bergkette Jbel Bani entlang.

 

Marokko-Atlas

Atlas – Gebirge

05.05.12: so 107 km nach Marrakesch  verließen wir die viel befahrene Straße und überquerten den Tizi-n-Tichka Paß(2260 m)Über Teluet und Anemiter kamen wir nach Ait Benhadou.  Bei einer  sehr freundlichen Familie in Ait Benhadou etwas außerhalb der Stadt  übernachteten wir.

Pos.: N 31° 00’51.9 W 007°06’13.9 H 1258

Die  schöne Stadt  Ait Benhadou ist ein Beispiel für die traditionelle Lehmbaukultur. Es wurden zahlreiche Filme gedreht. Hier und etwas weiter in den Filmstudios in Ouarzazate wurden Sodom und Gomorra, Alexander, Gladiator, Prince of Persia um nur einige Filme zu nennen, gedreht. Eine grandiose Landschaft!

06.05.12: in Boumalne zweigten wir ab in die Dates-Schlucht.  Der Fluss windet sich wie ein grünes Band  durch die bizarre Felslandschaft. In den Oasengärten befinden sich Feigen-, Walnuss-, und Obstbäume sowie Silberpappeln. Die Passhöhe war 2529 m. Wir fuhren bis nach Msemir wo wir etwas oberhalb des Ortes nächtigten.

Pos.: N 31°41’38.6 W 005°49’07.7 H  1973 m

Immer wieder wurden wir von Kindern besucht, die betteln.  Dies ist leider hier sehr verbreitet. Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Aus Prinzip geben wir keine Süßigkeiten. Ich habe für Notfälle Buntstifte und Kugelschreiber mit. Es wäre besser gewesen, dass Reisende mit Zuckerln  verteilen, nicht angefangen hätten!

07.05.12.: Als wir in Msmir wegfuhren, bemerkten wir, dass wir einen Patschen hatten. Die Kinder gingen gerade zur Schule. Aber so ungefähr 20 blieben bei uns und schauten uns sehr interessiert zu. Ein  Bub führte mich zu einem Vulkaniseur, der  uns den Reifen wieder startklar machte.

Über eine nur für 4 x 4 Fahrzeuge angeführte Piste(Erstmalig ein richtiges Offroad-Feeling) ging es über 2600m zur nächsten Schlucht, in die Todrha-Schlucht.  Zwischendurch machte ich mein Lauftraining, welches wegen der vielen Steine sehr anstrengend war. Immer wieder kamen in der so verlassen  ausschauenden Gegend bettelnde  Berber.

Pos.: N 33° 44‘ 27,4 W 005°33`37.5

Am Ende der Todrha – Schlucht vor Tinherir nächtigten wir am  schönen Campingplatz Le Soleil.

Pos.: N 31°32’51.5 W 005°35’20.7

Marokko-Marrakesch

Marrakesch

03.05.12 Von Rabat aus fuhren wir auf der Autobahn 350 km nach Marrakesch. Kurz vor der Stadt gibt es den schönen Campingplatz Le Relais de Marrakech. Europäischer Standard!

Pos.: N 31°42,408‘ W 07°59,407‘.

04.05.12 Wir besichtigten die Stadt! Hier muss man in Marokko einfach hin. Wir begannen mit der Kutubiya-Moschee die fast gleich aussieht wie die Giralda in Sevilla und dem Hasan-Turm in Rabat. Sehr schön sind die Gräber der Saadier(Herrschergeschlecht ab Mitte des 16. Jahrhunderts).Danach ging es zum Bahia – Palast. Es ist der Palast eines Großwesirs aus dem 19. Jahrhunderts. Er lebte angeblich mit vier Frauen und 80 Konkubinen in diesem riesigen Palast. Schön ist auch die Medersa-Ben Youssef. Diese Medersa war eine der größten Koranschulen des Maghreb. Wir spazierten anschließend wieder einmal durch die Souks. Karl erklärte mir, dass es diesmal der letzte Markt war. Wir werden mal sehen!!  Danach erreichten wir den Djamaa-el Fna(Platz der Gehenkten). Dieser Platz bietet zweifellos ein großes Schauspiel. Schlangenbeschwörer, Gaukler, Tänzer, Märchenerzähler und Musikanten machen ihre Darbietungen. Wasserverkäufer bieten sich für Geld für Fotos an. Frauen bieten Henna – Tatoos für Füße und Hände an. Welch ein Spektakel! Die Garbuden sind eine Sensation. Es werden gedünstete oder gebratene Ziegen und  Hammelköpfe, kleine gekochte gestreifte Schnecken, gegrillte Fische usw. angeboten. Preiswert und erstaunlich hygienisch. Karl hat vom Schafkopf probiert. Na ja, die Begeisterung hielt sich im Grenzen. Wir haben leider vorher im Restaurant gegessen. Als wir nach Hause fuhren war es schon dunkel. Nach langen und harten Feilschen ergatterten wir ein Taxi und es wurde eine halsbrecherische Fahrt. Kamen aber trotzdem heil an.

Marokko – Rabat

Rabat

28.04.12: Wir mussten wegen dem Visum für Mauretanien und wegen der in Südspanien vom Gerät verschluckten Bankomat-Karte zur mauretanischen und zur österreichischen Botschaft.  Die Stadt ist sehr gepflegt und modern.  Ich nutzte die Zeit auch für einen Zahnarzt-Besuch weil ich mir mit der Zahnseide ein kleines Stück meines unteren Vorderzahnes herausgebrochen hatte. Es war eine Zahnärztin die in Deutschland studierte, sie arbeite mit Feingefühl und die Praxis und Geräte waren modern. 28 € bezahlte ich. Anschließend gingen  wir zum Friseur in einem Hotel. Ergebnisse siehe Bilder. Wir waren zufrieden. Am Abend verbrachten wir am einfachen Campingplatz Palmeriers am Temara Plage so 10 km außerhalb von Rabat. Natürlich besuchten wir die Sehenswürdigkeiten dieser schönen Stadt.

Pos.: N 33°55’48.0 W 006° 57’13.4 H: 20 m

Marokko – Azrou

Azrou

26.04.12: Nachdem wir einen Wasch und Putztag am schönen Campingplatz hatten,  erkundeten wir die nähere Umgebung. Wir sahen uns im Schi-Ort Mischliffen um.  Berühmt sind der Zedernwald, die Seen, Vögel und die Berberaffen.  Dieses Gebiet ist ein Nationalpark.  Die Atlas-Zeder ist eine ursprüngliche Baumart und wird aufgeforstet. Der Berberaffe ist schwanzlos  und kommt neben Algerien nur noch in Marokko vor. Es gab sie  vor der Kaltzeit auch in Europa. Als wir durch den schönen Wald fuhren, merkten wir einen  Dieselgeruch. Wir wollten ursprünglich auf der Alm übernachten. So fuhren wir aber nach Azrou zurück und  blieben auf dem Campingplatz Amazhig beim freundlichen und hilfsbereiten Hasan. Dieser besorgte und einen  Mechaniker der uns den Tank reparierte. Am 28. Hat es geregnet und es wurde im mittleren Atlas kalt.