Salar de Uyuni und Lagunen

Von der schönen Stadt Sucre ging es mit einem kurzen Abstecher auf die Silberbergwerkstadt Potosi weiter südwestlich zum Salar de Uyuni. Auch die Fahrt dorthin, war landschaftlich schon sehr schön.
Die riesige Salzpfanne(Salar) ist die größte und höchstgelegene Salzpfanne der Welt. Ursprünglich gehörte es zum gewaltigen Anden Binnenmeer. Die Salzkruste differiert 2m bis 7 m Dicke. Natürlich ist das ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt. Das strahlende Weiß blendet, anfänglich traten wir ganz vorsichtig auf, weil es wie Eis aussah. Im einsamen Weiß liegen Inseln aus versteinerten Korallen. Hohe Kakteen und trockene Grasbüschel, sogar Vögel und eine Chinchilla Art existieren dort. Auf der Isla Incahuasi(3660), wo früher die Inka ihre Rituale zelebrierten, gibt es einen Wanderweg. Wenn die Tourenautos abfahren, wird es hier sehr einsam. Wir verbrachten die Nacht im Salar. Unwahrscheinlich still war es. in der Nacht war über uns ein funkelndes Sternemeer!
Das Gebiet südwestlich von Uyuni bis zur chilenischen Grenze ist mit Salaren, Vulkanen und Seen übersät. Man bewegt sich ständig über 4500 m. Für den Igl und Karl war es schon eine Herausforderung! Die Pisten wechselten sich mit Wellblech, Schotter und felsigen Untergrund ab. Morgens hatte Igl Startschwierigkeiten. Die Kälte in der Nacht, die Höhe und der schlechte Diesel machte sich bemerkbar. Wir stellten den Igl so ab, dass morgens die Sonne die Kühlerhaube wärmte und jubelten, wenn er ansprang.
Beeindruckend ist die Laguna Cholorada. Aufgrund der kupferhaltigen Mineralien ist er rötlich gefärbt. Der Kontrast mit den weißen Borax-Inseln ist phänomenal.

Sucre

Sucre, 1538 gegründet, liegt angenehm bei 2750 m und hat 250 000 Einwohner. Die sympathische Stadt ist nach dem Freiheitskämpfer Antonio Jose de Sucre benannt.
Unwahrscheinlich viele schöne Kirchen, interessante Museen, schöne Plätze und teilweise gut erhaltene Häuser gibt es zu bewundern.
Seit wir in Bolivien sind, koche ich kaum. Das Essen ist gut und besonders preiswert. Heute aßen wir z.b mittags Linsen mit Gemüse, Wurst und Vollwertnudel im Mercado Central. Bezahlt haben wir umgerechnet 2 Euro und es hat sehr gut geschmeckt. Kochen werde ich wieder wen wir im Salar de Uyuni sind. Das wird in den nächsten Tagen sein. Danach haben wir vor, nach Chile in die Atacama zu reisen.

Sonntagsmarkt in Tarabuco

Seit dem 3.11. befinden wir uns in Sucre, der offizielle Hautstadt Boliviens. Am Sonntag machten wir einen Ausflug im 63 km entfernten in Tarabuco (3230m). Bekannt ist der Ort durch seine Traditionen, Musik, Tanz und besonders seinen prachtvollen Trachten. Die Leute kommen aus den umliegenden Dörfern mit ihren roten Ponchos, helmartigen und anderen Kopfbedeckungen.

Ruinen Tiwanaku

Die Tiwanaku Kultur war so um 1000 vor Chr. bis 1000 n. Chr. Auf ungeklärt Weise verschwand sie. Bei Ausgrabungen, die teilweise zerstört sind, handelt es sich um eine Tempelstadt. Ein Lebenswerk des österreichischen Ingenieurs Arthur Posnansky war die Freilegung dieser Ausgrabungen.
Wir fuhren anschließend teilweise über Pisten des Altiplano in die Hauptstadt Boliviens, nach Sucre. Die Landschaft dieses Hochlandes ist einfach schön.

Copacabana(Bolivien)

Nachdem wir einige Tage länger in La Paz geblieben sind, haben wir die Dschungel-Tour verschoben.
Mit einer wackeligen Fähre über den Titicaca-See ging es zum Wallfahrtsort Copacabana(5000 Ew., 3818 m)
Vor 3000 Jahren war der Ort ein bedeutendes Kultur und Zeremonial Zentrum der Amyrer, später der Inka. Nach der Eroberung der Spanier vermischte sich unter den Augustinern der inkasche mit dem christlichen Glauben. Die ist noch heute spüren. Wir sahen eine Autoweihe die von einem Mönch und anschließend von einem Schamanen durchgeführt wurde. Es ging hoch her mir Böllerschießen, Konfetti und Umtrunk. Wir machten von dort einen Bootausflug zur Ila de Luna und Ila de Sol. Unsere Fitness testeten wir mit einem Aufstieg zum naheliegenden Kalvarienberg und Horca del Inka(4070 m) Am Abend genossen wir die frischen Forellen an den Ständen direkt am Strand. Ein sehr netter Ort.

La Paz

La Paz ist nach Santa Cruz die zweitgrößte Stadt Boliviens(Einwohner über 1 Mio.)und ist Regierungssitz. Die Hautstadt Boliviens ist Sucre. Die mittlere Höhe La Paz ist 3600 m, tiefster Punkt 3100, höchster 4200 m. Hinter der Stadt ragt der Illimani mit 6439 m mit seinen drei Gipfel auf. Als schön möchte ich die Stadt nicht bezeichnen, aber interessant. Es gibt koloniale Bauten, aber man lässt viele verfallen. Viele moderne Bauten wechseln sich mit einfachen Häusern ab und wachsen immer weiter den Hügeln hinauf.
Seit 2014 besitzt La Paz die Teleferico, ein Seilbahnsystem der österr. Firma Doppelmayr. So werden die chronisch verstopften Straßen entlastet. Das Seilbahnnetz, verbindet die verschiedenen Stadtteile miteinander. Für uns Touristen ist es ein einmaliges Erlebnis, eine Großstadt von oben zu erleben. Man entgeht den Gestank der Auspuffgase und das beschwerliche Treppensteigen bei dünner Luft. Gerd, ein Deutscher, der seit 35 Jahren hier lebt, führte uns kompetent durch die Stadt und konnte uns viel über Stadt, Land und Leute erzählen.
In den nächsten Tagen werden wir in das bolivianische Tiefland fahren und eventuell eine Dschungeltour machen.

Grenze Brasilien bis La Paz

Vom nördlichen Panatanal reisten wir am 9.10. über den kleinen Grenzübergang San Matias in Bolivien ein. Anfangs ähnelte die Landschaft stark der des Pantanals. Dieser Landesteil heißt Chicuitania. Benannt nach den indigenen Einwohnern, die von den Jesuiten missioniert wurden. Es ist eine trockene heiße Gegend mit viel Weideland. Berühmt sind die Jesuitenreduktionen = Orte des Glaubens wo die Qhiquito bzw. Guarani an Bildung und handwerklichen Tätigkeiten gelehrt wurden. Ihre traditionelle Lebensweise aber, wurde respektiert. Leider befahl im Jahre 1767 Kaiser Karl der 3. die Auflösung dieses heiligen Experimentes. Wir besuchten viele diese wie auf Perlenschnürren aufgereihten zum Teil neu restaurierten Kirchen. Schön in Erinnerung wird uns Santa Ana bleiben, wo wir eine exzellente Führung von einem einheimischen Pater erhielten mit anschließendem Orgelkonzert auf einer über 400 Jahren alter Orgel. Bei der Rückfahrt überraschte uns auf einer Nebenpiste ein starker Regen. Somit wurde die gemütliche Fahrt zu einer Schlammschlacht.In San Ignacio de Valasco setzten wir uns an einem Tisch mit drei Frauen. Es stellte sich heraus, dass zwei hier leben. Außerdem führt das Lokal wo wir uns kennenlernten eine Frau aus Sankt Radegund, die seit 40 Jahren hier lebt. Martina, eine Schweizerin, lud uns auf ihrer Estancia(2000 ha) in der Nähe ein, was wir auch gerne annahmen. Wir verbrachten eine schöne Zeit, machten eine gemeinsame Wanderung und erfuhren viel von der Landwirtschaft und Bolivien. Bis jetzt war es sehr heiß, oft hatten wir 40 °Celsius. Das hat sich jetzt geändert. Wir befinden uns in La Paz auf nahezu 4000 Höhenmetern. Ich koche gerade einen Coca-Tee, der uns hoffentlich die Höhenkrankheit vom Leib hält. Bei der Hinfahrt ging es allzu rasch auf über 4500m. Ich wollte nicht mehr weiterfahren, so nächtigten wir auf einer Höhe von 4000m. So machte ich Bekanntschaft mit der Sorocho, der Höhenkrankheit. Schlaflosigkeit, hoher Puls, Kopfschmerzen und Übelkeit plagten mich. Auf 3700 war schon eine Verbesserung und wir besorgten uns Tabletten und Tee und ich fühlte mich sofort besser. In La Paz stehen wir jetzt auf 3330 im Hotel Oberland.

PANTANAL

Von der Hauptstadt Brasiliens ,, Brasilia „legten wir bis Cuiabá, der Hauptstadt des Bundesstaates Mato Grosso über 1000 km zurück. Öfters nächtigten wir an kleineren ruhigeren Tankstellen, die sehr gut ausgestattet sind. Mato Grosso heißt übersetzt: Dichter Wald. Aber jetzt gibt es extensive Landwirtschaft. Soja, Baumwolle und andere riesige Getreidefelder beherrschen die hügelige staubige Landschaft. Die ursprüngliche Landschaft sieht man noch in den Reservaten der indigenen Kulturen. Die Stadt Pocone ist der Ausgangspunkt für die Touren ins Pantanal. Man überquert 125 Holzbrücken auf einer aufgeschütteten Schotterpiste, genannt Transpantaneira. Sie endet in Porto Jofre, wo man Bootstouren unternehmen kann. Das Pantanal im Herzen Südamerikas, ist das größte Feuchtgebiet der Erde. Ein Teil gehört zu Bolivien und Paraguay. Es ist kein Sumpf, sondern ein Überschwemmungsgebiet von rund 210 000 km². Schon am Anfang dieses Naturparadieses wimmelt es nur so von Kaimanen. Es gibt unwahrscheinlich viele Vogelarten. Tukane, Reiher, Löffler, verschiede Störche, einschließlich des größten Storchs, den Jabiru. In der Nacht ließ sich seelenruhig ein Tapir die Früchte neben unserem Auto schmecken. Der Höhepunkt im Pantanal war die Bootstour an entlegenen Nebenflüssen. Wasserbüffel, verspielte herzige Riesenotter, Wasserschweine und vor allen der Jaguar werden für uns unvergesslich bleiben.