Arequiba(Peru)

Arequiba(Peru)
Seit dem 6.12.17 sind wir in Peru. Zwei Tage hielten wir uns in der weißen Stadt Arequiba auf. Weiß wegen der historischen Gebäude aus Sillargestein(Vulkangestein des Chachani).Weiß auch deswegen, weil früher nur weiße Einwohner gelebt haben. Das ,,Farbige“Personal musste in Außenbezirken leben. Im historischen Zentrum wurden jetzt die Autos verbannt. Der Höhepunkt war der Besuch des Santa Catalania Klosters ,,Eine Stadt in der Stadt“.
Freude kam auf, als wir am Campingplatz Ute und Jens getroffen haben, die wir in La Paz kennenlernten. Wir verbrachten einen schönen gemütlichen Tag in dieser schönen Stadt und ließen es uns gutgehen.

Arica und N.P.Lauca(Chile)

Bevor wir Chile verließen, machten wir noch einen Abstecher zum N.P. Lauca an der Grenze zu Bolivien. Die Hauptroute ist asphaltiert, viele LKWs sind unterwegs und derzeit befindet sich noch eine große Baustelle. So erkundeten wir diese schöne Gegend mit den höchsten Vulkanseen der Welt auf Pisten. Vulkane, olivfarbene Hochmoore, Flussläufe mit weißen Rahmen durch den hohen Salzgehalt und immer wieder heiße Quellen die zu einem Bad über 4400 m einladen, machen diesen Park unvergesslich.

Iquique

Iquique(240 000 EW), eine teils moderne, teils aus der Salpeter- Boom- Zeit entstandene Stadt liegt langgezogen zwischen einer riesigen Sanddüne, Berg und dem Meer. Die Altstadt bezeugt von immensem Reichtum der Salpeter-Barone um 1878. Die Strände sind feinsandig und ein Anziehungspunkt für Surfer. Hier verbrachten wir einige geruhsame Tage. So 300 km haben wir es nach Peru. An der Grenze besuchen wir noch einen Nationalpark.

Atacama Wüste(Chile)

Atacama Wüste(Chile)
Seit dem 14.11.17 befinden wir uns in Chile, und zwar im großen Norden. Wir reisten von Bolivien über den NP Eduardo Avaroa ein. Die Grenzformalitäten für Chile erledigten wir erst in San Pedro de Atacama. Das ehemalige Wüstendorf ist jetzt ein quirliges Touristenzentrum. Zahlreiche Touren in nähere und weitere Umgebung werden hier angeboten. Ein Muss ist der Besuch des Vale de Luna, ein durch tektonische Senkungen und Erosionen entstandene Bergformationen.
Immer wieder trifft man auf Inkaanlagen. Wir besuchten u.a. eine noch für diese Zeit gut erhaltene Festung Pukara de Lasana.
Die Atacama ist eine steinige Wüste auf einer Hochebene (ca. 3500m) gelegen. In tiefen Canyons liegen wenige Oasen und es gibt viele Salare(Salzwüsten).
In Calama nahmen wir an einer Führung der größten oberirdischen Mine der Welt teil: Chuquicamata 1911 gegründet. Sehr, sehr interessant und eindrucksvoll.
Nach so viel trockener Wüste(viel Wind, tagsüber heiß, in der Nacht kalt) zog es uns jetzt an den Pazifischen Ozean. Morgens und abends zieht an der schmalen Küste Nebel auf. Die Küstencordillere die knapp entlang der Küste verläuft, hält die Feuchtigkeit zurück.
Hier fanden wir wunderschöne einsame Strände zum Campieren. Oft waren Seelöwen und Pelikane unsere einzigen Nachbarn.


Salar de Uyuni und Lagunen

Von der schönen Stadt Sucre ging es mit einem kurzen Abstecher auf die Silberbergwerkstadt Potosi weiter südwestlich zum Salar de Uyuni. Auch die Fahrt dorthin, war landschaftlich schon sehr schön.
Die riesige Salzpfanne(Salar) ist die größte und höchstgelegene Salzpfanne der Welt. Ursprünglich gehörte es zum gewaltigen Anden Binnenmeer. Die Salzkruste differiert 2m bis 7 m Dicke. Natürlich ist das ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt. Das strahlende Weiß blendet, anfänglich traten wir ganz vorsichtig auf, weil es wie Eis aussah. Im einsamen Weiß liegen Inseln aus versteinerten Korallen. Hohe Kakteen und trockene Grasbüschel, sogar Vögel und eine Chinchilla Art existieren dort. Auf der Isla Incahuasi(3660), wo früher die Inka ihre Rituale zelebrierten, gibt es einen Wanderweg. Wenn die Tourenautos abfahren, wird es hier sehr einsam. Wir verbrachten die Nacht im Salar. Unwahrscheinlich still war es. in der Nacht war über uns ein funkelndes Sternemeer!
Das Gebiet südwestlich von Uyuni bis zur chilenischen Grenze ist mit Salaren, Vulkanen und Seen übersät. Man bewegt sich ständig über 4500 m. Für den Igl und Karl war es schon eine Herausforderung! Die Pisten wechselten sich mit Wellblech, Schotter und felsigen Untergrund ab. Morgens hatte Igl Startschwierigkeiten. Die Kälte in der Nacht, die Höhe und der schlechte Diesel machte sich bemerkbar. Wir stellten den Igl so ab, dass morgens die Sonne die Kühlerhaube wärmte und jubelten, wenn er ansprang.
Beeindruckend ist die Laguna Cholorada. Aufgrund der kupferhaltigen Mineralien ist er rötlich gefärbt. Der Kontrast mit den weißen Borax-Inseln ist phänomenal.

Sucre

Sucre, 1538 gegründet, liegt angenehm bei 2750 m und hat 250 000 Einwohner. Die sympathische Stadt ist nach dem Freiheitskämpfer Antonio Jose de Sucre benannt.
Unwahrscheinlich viele schöne Kirchen, interessante Museen, schöne Plätze und teilweise gut erhaltene Häuser gibt es zu bewundern.
Seit wir in Bolivien sind, koche ich kaum. Das Essen ist gut und besonders preiswert. Heute aßen wir z.b mittags Linsen mit Gemüse, Wurst und Vollwertnudel im Mercado Central. Bezahlt haben wir umgerechnet 2 Euro und es hat sehr gut geschmeckt. Kochen werde ich wieder wen wir im Salar de Uyuni sind. Das wird in den nächsten Tagen sein. Danach haben wir vor, nach Chile in die Atacama zu reisen.

Sonntagsmarkt in Tarabuco

Seit dem 3.11. befinden wir uns in Sucre, der offizielle Hautstadt Boliviens. Am Sonntag machten wir einen Ausflug im 63 km entfernten in Tarabuco (3230m). Bekannt ist der Ort durch seine Traditionen, Musik, Tanz und besonders seinen prachtvollen Trachten. Die Leute kommen aus den umliegenden Dörfern mit ihren roten Ponchos, helmartigen und anderen Kopfbedeckungen.

Ruinen Tiwanaku

Die Tiwanaku Kultur war so um 1000 vor Chr. bis 1000 n. Chr. Auf ungeklärt Weise verschwand sie. Bei Ausgrabungen, die teilweise zerstört sind, handelt es sich um eine Tempelstadt. Ein Lebenswerk des österreichischen Ingenieurs Arthur Posnansky war die Freilegung dieser Ausgrabungen.
Wir fuhren anschließend teilweise über Pisten des Altiplano in die Hauptstadt Boliviens, nach Sucre. Die Landschaft dieses Hochlandes ist einfach schön.

Copacabana(Bolivien)

Nachdem wir einige Tage länger in La Paz geblieben sind, haben wir die Dschungel-Tour verschoben.
Mit einer wackeligen Fähre über den Titicaca-See ging es zum Wallfahrtsort Copacabana(5000 Ew., 3818 m)
Vor 3000 Jahren war der Ort ein bedeutendes Kultur und Zeremonial Zentrum der Amyrer, später der Inka. Nach der Eroberung der Spanier vermischte sich unter den Augustinern der inkasche mit dem christlichen Glauben. Die ist noch heute spüren. Wir sahen eine Autoweihe die von einem Mönch und anschließend von einem Schamanen durchgeführt wurde. Es ging hoch her mir Böllerschießen, Konfetti und Umtrunk. Wir machten von dort einen Bootausflug zur Ila de Luna und Ila de Sol. Unsere Fitness testeten wir mit einem Aufstieg zum naheliegenden Kalvarienberg und Horca del Inka(4070 m) Am Abend genossen wir die frischen Forellen an den Ständen direkt am Strand. Ein sehr netter Ort.