Cartagena

Heute besuchten wir die Altstadt Cartagenas. Von früh bis zum späten Nachmittag genossen wir diese bezaubernde historische Stadt. Weiße, gelbe Paläste, schöne blumengeschmückte Balkone, Kirchen und Klöster, enge Gassen, Museen und schöne Innenhöfe forderten unsere Aufmerksamkeit. Abgelenkt wurden wir aber auch durch vielen schöne Geschäfte und tolle Restaurants. Bunt gekleidete Damen verkaufen Obst und tragen die Körbe am Kopf. Über die Strandpromenade kehrten wir müde nach Hause(Igl)

Museo de Oro

Museo de Oro(Goldmuseum)
Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeit Bogotas ist das Goldmuseum. Zwar ist es ein Bruchteil der von indigenen Bevölkerung hergestellten Artefakte. Überwiegend wurden ja die kunstvollen Gegenstände von den spanischen Eroberern zu Bahren geschmolzen und nach Europa transportiert.

Kolumbien

Kolumbien
Viertgrößtes Land in Südamerika
Ca.50 Mio.(nach Brasilien das bevölkerungsreichste Land Südamerikas)
Am 31.1.18 reisten wir vom Osten Ecuadors in Kolumbien ein. Vom tropischen Regenwald des heißen Amazonastiefland ging es nach einigen hundert Kilometern zu den Kordilleren hoch. Angenehme Temperaturen erwarteten uns. Die Menschen sind freundlich, hilfsbereit und aufgeschlossen. Kolumbien hat wie so viele Länder in Südamerika eine bewegte Geschichte die von viel Gewalt geprägt war. Beruhigt haben wir gelesen, dass die FARC(älteste Guerilla Bewegung) 2017 ihre Waffen abgaben. Auch der zweitgrößte Verband ELN schrumpfte an Aktivisten. Nur leider so friedlich geht es halt nicht zu. Samstagnacht, am10.02.18 wurde eine Brücke im Dep. Cesar zwischen Aguachica und Pelaya gesprengt. Am Sonntagmorgen fuhren wir diese Strecke. Eine Kasierin an der Mautstelle teilte uns die Explosion aufgeregt mit und riet uns, umzukehren. Wir entschlossen uns aber weiterzufahren. Überall an den Brücken standen Soldaten und es war kaum Verkehr bis wir zu einem Stau vor der besagten Brücke kamen. Für mich war es selbstverständlich mich in der Reihe einzuordnen. Warten ist aber nicht Karls Sache. So marschierte er ein paar Kilometer zur Polizei und Militär und erfuhr, dass die alte Brücke auf Schäden überprüft und für Fahrzeuge unter 4 Tonnen frei gemacht wurde. So fuhren wir an der Kolonne vorbei und mit kaum Verkehr ging es nach Norden zur karibischen Küste nach San Marta. Hier verbrachten wir erholsame Tage im NP Tayrona am schönen Strand Los Angeles. Heute, den 18.02.18 kamen wir in Cartagena an. Morgen geht`s zum Stadtbummel!

Bogota

Bevölkerung: 8,4 Mio.
Höhe : 2.600 m
Bogota liegt im Herzen Kolumbiens in einer Hochebene der Ostkordillere. Noch 40 km davor haben wir im Nebelwald eines Nationalparks übernachtet. Im Norden der Stadt leben die Wohlhabenden, je weiter man nach Süden kommt, desto mehr gibt es Menschen die in Armut leben. Die Innenstadt Bogotas ist interessant. Straßenmusikanten, Demonstrationen und Wahlveranstaltungen begleiteten uns durch die Stadt. Wir nächtigten im Nordwesten der Stadt auf einem bewachten Parkplatz. In die Innenstadt kamen wir mit dem Transmilenio-Bus(Schnellbusnetzwerk mit gesonderten Fahrbahnen, statt Metro oder S-Bahn). Als wir um 18 Uhr zurückfuhren, erlebten wir wie noch nie in unseren Leben einen überfüllten Bus. Aber es gab keine Unmutsäußerungen oder Stress(außer bei Karl!)Eher apathischen Geduld die wir immer wieder beobachten, wenn wir z.B. in einer Warteschlange stehen.

Tatacoa Wüste

Unwahrscheinlich, 275 km vor Bogota befindet sich die Tatacoa Wüste, eine etwa 330 km² große Trockensavanne. Durch Erosionen entstanden bizarre Canyons. Regen gibt es vereinzelt von April – November. Jedoch bei uns hat es im Februar in der Nacht etwas geregnet.

San Agustin

In der symphytischen Stadt San Agustin befinden sich rundum archäologische Fundstätten der Agustin Kultur. Seit 1995 UNESCO Kulturerbe. Es handelt sich um Zeremonienstätte mit riesigen Statuen aus Lava und Basaltsteinen, Grabstätte und Erdwälle. Sie stammen aus der Zeit von 1100 v. Chr. – 1550 nach Chr.

Parque Nacional Yasuni

Dieser riesige Nationalpark im Amazonasbecken besteht aus Feuchtgebieten, Märschen, Sümpfen, Seen, Flüssen und tropischen Regenwald. Wir buchten die Tour in der Dschungelstadt Puerto Francisco del Orellana(früher Coca). Mit Fredy, einen einheimischen Führer vom Stamme der Kichwa rauschten wir in einem kleinen Schnellboot den Rio Napo entlang zu einer von einer Kichwa Gemeinde geführten Lodge. Von dort aus machten wir Ausflüge. Unter anderem den von Fredy angekündigten Sendero=Spaziergang, der sich aber als anstrengender Urwaldmarsch entpuppte. Einige Male rutschte ich aus und blieb bis zu den Knien im Sumpf stecken. Ohne Hilfe hätte ich mit Socken weitergehen müssen! Einmal stoppte Fredy abrupt. Vor uns lag eine Lanzenotter. Karl und ich hätten sie glatt übersehen. Jetzt waren wir über die Gummistiefel sehr froh. Dreckig wie noch nie, kehrten wir zurück. In der ersten Nacht wurden wir immer wieder durch ungewohnte Geräusche wach. Man hört die Tiere rundherum lauter als tagsüber. Beim Piranhas fischen hatten wir kein Glück, das Nachtmahl viel einmal karg aus.

Ecuador

Am 17.01.18 reisten wir in Ecuador ein. Ein Land voller Kontraste: In der Mitte Andengipfel, Amazonas-Regenwald im Osten, im Westen Traumstrände, Vulkane und die weltberühmte Vulkaninsel Galapagos. Weiteres schöne Kolonialstädte und indigene Kulturen. Beeindruckt hat uns die Sauberkeit in den Städten und an den Straßen.
Bevölkerung: 16 Mio. Ungefähr 3 x so groß wie Österreich.
In das letzte Jahrzehnt hat sich die Wirtschaftslage des Landes durch Ölförderung stark verbessert. Leider halt zum Nachteil der Umwelt. Bananen sind aber immer noch das Hauptprodukt der ecuadorianischen Wirtschaft.
Im hochgelegenen Mittelteil des Landes herrscht gerade die Regenzeit. So besuchten wir der derzeitigen Trockenzeit(ist relativ)im Osten das Amazonasbecken. Auf Nebenstraßen fuhren wir an riesige Bananen und Kakaoplantagen vorbei, besuchten Cuenza, eine schöne Kolonialstadt. Nach längerem Dschungelaufenthalt ging es nach Kolumbien. Bei der Rückreise schauen wir den anderen Teil des Landes an.